Porträt von A. Schoenflies
Foto: Leopold Haase · Wikimedia Commons

Autor

A. Schoenflies

Deutscher Mathematiker und Kristallograph

Geboren
17. April 1853, Gorzów Wielkopolski
Gestorben
27. Mai 1928, Frankfurt am Main
Staatsangehörigkeit
Deutschland
Beruf
Mathematiker, Hochschullehrer, Sekundarlehrer und Kristallograph
Wichtige Werke
Satz von Schoenflies · Schoenflies displacement · Schoenflies-Symbolik

Leben und Werk

Arthur Moritz Schoenflies (* 17. April 1853 in Landsberg an der Warthe, heute Gorzów, Polen; † 27. Mai 1928 in Frankfurt am Main) war Mathematiker und wurde bekannt durch seinen Beitrag zur Kristallographie.

Leben

Arthur Schoenflies entstammte einer deutsch-jüdischen Familie. Sein Vater war Zigarrenfabrikant in Landsberg a. W., Arthur Schoenflies heiratete 1896 Emma Levin (1868–1939), deren Schwester, die Autorin Julie Levin (1866–1943), mit dem Kunsthistoriker Julius Elias verheiratet war. Emma und Arthur hatten fünf Kinder, von denen sein Sohn Albert, Landgerichtsrat in Königsberg (Preußen), 1944 im Holocaust in Auschwitz wie dessen Ehefrau ermordet wurde. Drei Töchter überlebten die Zeit des Nationalsozialismus: Hanna heiratete den Finanzwissenschaftler Ernst Kaemmel, Elisabeth den Direktor des Bunsengymnasiums in Heidelberg Erich Kaufmann-Bühler. Ihr Sohn Walter Kaufmann-Bühler leitete die Mathematikabteilung beim Julius Springer Verlag und war Biograph von Gauß. Die Tochter Eva von Arthur Schoenflies beging 1944 Suizid und liegt mit den Eltern in Frankfurt begraben.

Zu seiner Verwandtschaft gehören u. a. Walter Benjamin, Gertrud Kolmar und Gustav Hirschfeld (→ Familien Schoenflies und Hirschfeld).

Schoenflies studierte bei Ernst Eduard Kummer und Karl Weierstraß an der Universität Berlin von 1870 bis 1875. 1877 wurde er mit einer Dissertation über Synthetisch-geometrische Untersuchungen über Flächen zweiten Grades und eine aus ihnen abgeleitete Regelfläche promoviert. Anschließend unterrichtete er als Mathematiklehrer in Berlin. 1884 habilitierte er sich. 1891 wurde er auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Angewandte Mathematik in Göttingen berufen. 1899 wechselte er als Professor an die Universität Königsberg und wurde 1911 Professor an der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt. Schoenflies beendete seine Karriere 1922 als Rektor der Universität Frankfurt, deren Mitgründer er war. Er war Mitglied der Leopoldina in Halle, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, Ehrenmitglied des Deutschen Wissenschafter-Verbands und einer der Gründungsväter der Deutschen Mathematiker-Vereinigung.

Text: “Arthur Schoenflies”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von A. Schoenflies

1 buch