Autor
Abigail Scott Duniway
US-amerikanische Suffragette und Autorin
- Geboren
- 22. Oktober 1834, Groveland
- Gestorben
- 11. Oktober 1915, Portland
- Staatsangehörigkeit
- Vereinigte Staaten
- Beruf
- Romancière, Dichterin, Journalistin, Schriftstellerin und Lehrerin
Leben und Werk
Abigail Jane Scott Duniway (* 22. Oktober 1834 im Tazewell County, Illinois, als Abigail Jane Scott; † 11. Oktober 1915 in Portland, Oregon) war eine US-amerikanische Suffragette, Autorin und Zeitungsverlegerin.
Leben
Abigail Scott kam 1834 auf einem Bauernhof im Tazewell County, Illinois, zur Welt und half bereits als Kind ihren Eltern beim Unterhalt des Hofes, was ihre Möglichkeiten zum Schulbesuch einschränkte. Im März 1852 trat die Familie auf Drängen des Vaters die lange Reise nach Oregon an, ein damals noch kaum besiedeltes Territorium an der Westküste des amerikanischen Kontinents. Auf der harten, fast 4000 Kilometer langen Reise verstarben sowohl Duniways Mutter wie auch ein jüngerer Bruder, bevor sich die übrige Familie im Oktober 1852 in Lafayette niederließ. Duniway unterrichtete an einer Dorfschule in Eola und half ihrem Vater auf dem Bauernhof, ehe sie im August 1853 den Bauern Benjamin Charles Duniway heiratete. Mit ihm bekam sie in den nächsten Jahren sechs Kindern, die sie großzog, während sie parallel ihrem Ehemann auf dem Bauernhof zur Hand ging. 1859 publizierte sie dennoch ihren Debütroman Captain Gray’s Company, in dem sie die Reise ihrer Familie von Illinois nach Oregon verarbeitete. Das Buch gilt als erster ganzer Roman, der im Pazifischen Nordwesten der heutigen USA geschrieben wurde. Ihr jüngerer Bruder Harvey W. Scott (1838–1910) wurde später Herausgeber des Oregonian.
Als ihr Ehemann wegen finanzieller Engpässe den Bauernhof abgeben musste und nach einem Reitunfall 1862 gelähmt war, eröffnete Duniway zunächst in Lafayette und später in Albany ein Internat sowie einen Hutladen. Sowohl durch ihr eigenes Schicksal als auch über ihre Kundinnen realisierte sie immer mehr, wie wenig Rechte Frauen zu diesem Zeitpunkt in den Vereinigten Staaten hatten. Bald war sie davon überzeugt, dass diese Ungerechtigkeit nur durch die Erlangung des Frauenwahlrechts geändert werden könne. Im Mai 1871 zog sie daher in den Raum Portland und gründete dort den New Northwest, eine der Suffragettenbewegung nahestehende Wochenzeitung. Als im Herbst desselben Jahres Susan B. Anthony eine Vortragsreise durch die Region unternahm, organisierte Duniway ihre Auftritte. Dadurch motiviert, begann sie, selbst für die Suffragettenbewegung als Rednerin zu agieren und trat über die nächsten Jahren in Oregon, Washington und Idaho in Erscheinung. Bei der Präsidentschaftswahl 1872 unterstützte sie die Republikanische Partei unter Ulysses S. Grant und versuchte symbolisch, mit einigen Mitstreiterinnen selbst zu wählen, wurde aber zurückgewiesen. Aus dieser Aktion heraus entstand 1873 die Oregon Equal Suffrage Association, der sie bald als Präsidentin vorstand. Über all diese Kanäle versuchte Duniway, die Politik und die Bevölkerung von Oregon von der Einführung des Frauenwahlrechts zu überzeugen, wenngleich diese Bemühungen zunächst erfolglos blieben. Parallel veröffentlichte sie in den 1870er Jahren ein Gedichtband und ein Poem. Weitere Romane veröffentlichte sie als Feuilletonromane im New Northwest und ihren späteren Zeitungen. Vieler dieser Werke griffen ihr Engagement für mehr Frauenrechte auf.
Text: “Abigail Scott Duniway”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Abigail Scott Duniway
1 buch

