Autor
Adine Gemberg
Deutsche Schriftstellerin
- Geboren
- 28. April 1860, Sankt Petersburg
- Gestorben
- 10. August 1902, Lutherstadt Wittenberg
- Staatsangehörigkeit
- Deutschland
- Beruf
- Schriftstellerin
Leben und Werk
Adine Gemberg, eigentlich Alexandra („Adja“) Carlowna Gemberg, geb. von Becker (auch de Baker) (* 28. April 1858, nach julianischem Kalender am 16. April, in Sankt Petersburg; † 10. August 1902 in Wittenberg), war eine deutsche Schriftstellerin, Roman- und Novellenautorin, Journalistin sowie feministische Gesellschaftskritikerin.
Leben und Werk
Sie war Tochter von Carl Andreas von Becker (* 5. Mai 1821 in Einbeck; † 4. März 1894 in Wiesbaden), sowie dessen Ehefrau, der georgisch-russischen Prinzessin Wera Iwanowa (oder Simeonowna) Gévachoff (auch Vera Shewachow) (* 21. September 1836 in Sankt Petersburg; † 8. März 1860 in Hyères). Ihr Vater war deutscher Sprachlehrer, Hofbibliothekar, Kaiserlich russischer wirklicher Staatsrat am Zarenhof und Kabinettssekretär der russischen Großfürstin Elena Pawlowna und deren Tochter Maria Michailowna Romanowa.
Wegen des frühen Todes ihrer Mutter wuchs sie zusammen mit ihrer ein Jahr jüngeren Schwester Sophie getrennt vom Vater in Lüneburg bei ihren Großeltern väterlicherseits und ihrer unverheirateten Tante auf, die für ihre Erziehung die Verantwortung übernahm. Ein Jahr verbrachte sie auch allein bei einer Tante in Braunschweig. Nach Absolvierung eines Mädchenpensionats in Hannover ging sie mit ihrem Vater, der 1873 aus dem russischen Dienst ausgeschieden war, und ihrer Schwester nach Karlsruhe, wo sie nach einem Zerwürfnis mit dem Vater und einem weiteren Aufenthalt in einem Pensionat in Celle als freie Lehrtochter an der dortigen Diakonissenanstalt zur Krankenpflegerin ausgebildet wurde und in dem von den Diakonissen geleiteten Krankenhaus tätig war, ohne sich jedoch als solche einsegnen zu lassen und dadurch in die Gemeinschaft einzutreten. Adine von Becker heiratete am 19. Mai 1878 den verwitweten Offizier Gustav Gemberg (* 23. Januar 1841 in Meyenberg, † 23. März 1912 in Wittenberg), dessen Namen sie annahm und mit dem sie sechs Kinder hatte, eine Tochter und fünf Söhne, von denen einer jedoch im Kindesalter starb. Die Familie, zu der auch ein Sohn aus der ersten Ehe Gustav Gembergs gehörte, lebte zunächst in Karlsruhe, dann, aufgrund der üblichen Versetzungen eines jungen Offiziers, in Engers bei Koblenz, in Brandenburg an der Havel und schließlich in Wittenberg. Gustav Gemberg trat als Major bereits im Jahr 1888 in den Ruhestand, was auch die gesellschaftlichen Pflichten seiner Frau, um deren anfällige Gesundheit er sich nach dem Zeugnis seiner Briefe große Sorgen machte, deutlich reduzierte und ihr erlaubte, gestützt auf ihre Berufserfahrung schriftstellerisch tätig zu werden.
Text: “Adine Gemberg”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Adine Gemberg
1 buch

