Porträt von Alain Gerbault
Foto: Agence de presse Meurisse · Wikimedia Commons

Autor

Alain Gerbault

Französischer Segler, Schriftsteller und Tennisspieler

Geboren
17. November 1893, Laval
Gestorben
16. Dezember 1941, Dili
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Forschungsreisender, Tennisspieler, Schriftsteller und Pilot

Leben und Werk

Alain Gerbault (* 17. November 1893 in Laval; † 16. Dezember 1941 in Dili, heute Osttimor) war ein französischer Segler, Schriftsteller und Tennisspieler. Zwischen 1923 und 1929 umrundete er allein in einem Segelboot die Welt.

Frühe Jahre und Tenniskarriere

Der aus einer Industriellenfamilie stammende Gerbault studierte Bauingenieurwesen in Dinard. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich freiwillig zur Luftwaffe und wurde ein erfolgreicher Pilot. Nach dem Krieg nahm Gerbault an internationalen Tennisturnieren teil. Bei insgesamt fünf Auftritten im Einzel der Wimbledon Championships zwischen 1920 und 1930 kam er jedoch nur 1921 über die erste Runde hinaus. 1922 erreichte er das Finale des Turniers von Monte Carlo, in dem er dem Italiener Mino Balbi di Robecco in drei Sätzen unterlag.

Weltumsegelung

Bei seinem Aufenthalt in England im Jahr 1921 kaufte Gerbault die Slup Firecrest. Bereits in seiner Jugend hatte er auf der Yacht seines Vaters das Segeln erlernt und beschäftigte sich mit dem Gedanken, einen längeren Segeltörn zu unternehmen.

Am 25. April 1923 brach Gerbault von Cannes aus zu seiner Weltumsegelung auf. Nach 101 Tagen erreichte er New York. Im September setzte er von dort aus seine Reise fort. Am 1. April 1924 erreichte er bei Colón den Zugang zum Panamakanal, den er anschließend durchquerte. Nach einem kurzen Aufenthalt stach er am 31. Mai erneut in See und kam nach einem Zwischenstopp auf den Galapagosinseln nach 49 Tagen auf Mangareva in Französisch-Polynesien an. Hier hielt er sich knapp zwei Jahre auf verschiedenen Inseln des Marquesas-Archipels und Tahiti auf. Am 21. Mai 1926 setzte er seine Reise fort, überstand bei der Insel Uvea einen schweren Sturm und fuhr über die Torres-Straße in den Indischen Ozean ein. Nach weiteren Zwischenstopps auf den Kokosinseln, Mauritius und Madagaskar erreichte er im Dezember 1927 das südafrikanische Durban. Nach dem Kap der Guten Hoffnung lief er im Atlantik die Inseln St. Helena, Ascension, die Kapverdischen Inseln und zuletzt die Azoren an. Am 26. Juli 1929 traf er schließlich wieder in Le Havre ein, wo ihm ein triumphaler Empfang geboten wurde. Im August wurde er in die französische Ehrenlegion aufgenommen.

Text: “Alain Gerbault”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Alain Gerbault

1 buch