Porträt von Albert Ehrenstein
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

Albert Ehrenstein

Österreichischer Lyriker, Erzähler (1886–1950)

Geboren
23. Dezember 1886, Ottakring
Gestorben
8. April 1950, New York City
Staatsangehörigkeit
Österreich-Ungarn und Österreich
Beruf
Dichter, Schriftsteller und Literaturkritiker

Leben und Werk

Albert Ehrenstein (* 23. Dezember 1886 in Ottakring, Österreich-Ungarn; † 8. April 1950 in New York) war ein deutschsprachiger Lyriker und Erzähler.

Leben

Ehrenstein wurde als Sohn ungarischer Juden im späteren 16. Bezirk Wiens, Ottakring, geboren (Urkunden geben den 23. Dezember als Geburtstag an, während Ehrenstein zeit seines Lebens darauf bestand, er sei am 22. Dezember geboren). Der Vater war Kassierer bei der Ottakringer-Brauerei, die Familie war arm. Sein jüngerer Bruder war der Dichter Carl Ehrenstein (1892–1971). Der Ehrgeiz seiner Mutter sorgte dafür, dass Ehrenstein das Wiener Piaristengymnasium besuchen konnte, wo er unter antisemitischen Anfeindungen zu leiden hatte. Von 1905 bis 1910 studierte er an der Universität Wien Geschichte und Philosophie und schloss 1910 mit Promotion ab (mit einer Arbeit über Die Lage in Ungarn im Jahre 1790, beleuchtet durch Staats- und Hofkriegsrätliche Vorträge und Resolutionen Leopolds II). Mittlerweile hatte er sich jedoch schon für die Literatur entschieden, was er so beschrieb: „Kaum Universitätsstudium; aber durch fünf Jahre angeblichen Studiums sicherte ich mir die Freiheit: Zeit zu dichterischer Arbeit. Durch tolerantes Überhören an mich gerichteter Fragen und Beleidigtsein über zu leichte zog ich mir sogar den Doktortitel zu.“

1910 wurde er durch das Gedicht Wanderers Lied, das Karl Kraus in der Fackel veröffentlichte, über Nacht bekannt. Das Gedicht ist dem gerade beginnenden Expressionismus zuzurechnen. 1911 erschien Ehrensteins Erzählung Tubutsch mit Illustrationen seines Freundes Oskar Kokoschka. Durch Kokoschka kam er in Kontakt mit Herwarth Walden und veröffentlichte in der Folge in dessen Zeitschrift Der Sturm, später auch in Franz Pfemferts Zeitschrift Die Aktion. Schnell wurde Ehrenstein zu einer der wichtigsten Stimmen des Expressionismus und stand in engem Kontakt zu Else Lasker-Schüler, Gottfried Benn und Franz Werfel. Nicht alle mochten seine Gedichte. Es kursierte der von Anton Kuh verfasste Spottvers: „Hoch schätzt man den Ehrensteinen, nur seine Verse stören einen.“

Text: “Albert Ehrenstein”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Albert Ehrenstein

2 bücher