Autor
Albert Gallatin
US-amerikanisch-Genfer Politiker, Ethnologe, Linguist und Diplomat (1761–1849)
- Geboren
- 29. Januar 1761, Genf
- Gestorben
- 12. August 1849, Astoria
- Staatsangehörigkeit
- Republik Genf und Vereinigte Staaten
- Beruf
- Politiker, Diplomat, Friedensaktivist, Rechtsanwalt und Linguist
Leben und Werk
Abraham Alfonse Albert de Gallatin (* 29. Januar 1761 in Genf, Republik Genf; † 12. August 1849 in Astoria, heute Teil von Queens, Bundesstaat New York) war ein US-amerikanischer Politiker (Demokratisch-Republikanische Partei), Ethnologe, Linguist und Diplomat. Er war Abgeordneter und Senator von Pennsylvania und der am längsten amtierende Finanzminister in der Geschichte der USA – von 1801 bis 1814. In dieser Funktion führte er, das Zurückzahlen von Staatsanleihen ausgenommen, größtenteils die Politik seines föderalistischen Vorgängers Alexander Hamilton weiter. Danach betätigte er sich einige Jahre als Botschafter in Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Auch an den Verhandlungen über den Frieden von Gent, der den Krieg von 1812 beendete, war er beteiligt.
Frühe Jahre
Gallatin entstammte einer savoyischen Adelsfamilie, die erstmals 1258 in den Aufzeichnungen der Abtei Bella Comba erwähnt wird und die Abstammung von einem römischen Konsul beansprucht. 1510 wurde ein Familienangehöriger Bürger von Genf und die Gallatins in der Folge dort eine bedeutende Patrizierfamilie. Albert Gallatin wurde hier 1761 als Sohn des wohlhabenden Uhrenhändlers Jean Gallatin und seiner Frau Sophie Albertine Rolaz geboren. Durch den frühen Tod seines Vaters 1765 und der Mutter vier Jahre später verwaisten er und seine fünf Jahre ältere Schwester. Trotzdem erlebte er die Kindheit in der Obhut von Catherine Pictet, einer Tante zweiten Grades, als überaus glücklich. Nach einem erfolgreichen Studium an der Universität Genf von 1773 bis 1779 – er war Klassenbester in Mathematik, Latein und Naturwissenschaften –, entschied er sich wie viele Genfer zu emigrieren. Anders als Zeitgenossen wie Jean-Jacques Rousseau und Jacques Necker, die ins benachbarte Frankreich übersiedelten, wählte er die Vereinigten Staaten, die zu dieser Zeit noch im Unabhängigkeitskrieg gegen das Mutterland Großbritannien kämpften. Begleitet vom Kommilitonen Henri Serre verließ er am 1. April 1780 ohne Wissen seiner Familie Genf in Richtung Nantes, von wo aus er in sieben Wochen auf der Katty nach Gloucester segelte. Von Gloucester reiste die Gruppe nach Boston weiter. Nach einem erfolglosen Geschäftsversuch in Fort Gates bei Machias unterrichtete er zwischen 1782 und 1784 70 Studenten an der Harvard University in Französisch. 1785 wurde er Bürger der USA, doch deutet seine Korrespondenz schon vorher ein Heimatgefühl für die USA an.
Text: “Albert Gallatin”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

