Porträt von Albert Robida
Foto: Braun, Clément et Cie · Wikimedia Commons

Autor

Albert Robida

Französischer Schriftsteller, Zeichner, Maler, Karikaturist und Journalist

Geboren
14. Mai 1848, Compiègne
Gestorben
11. Oktober 1926, Neuilly-sur-Seine
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Journalist, Karikaturist, Illustrator, Schriftsteller und Science-Fiction-Schriftsteller

Leben und Werk

Albert Robida (* 14. März 1848 in Compiègne; † 11. Oktober 1926 in Neuilly-sur-Seine) war ein französischer Schriftsteller, Zeichner, Maler, Karikaturist und Journalist.

Leben

Der Sohn eines Tischlers studierte zunächst die Rechte, um Notar werden zu können, widmete sich aber aus Langeweile an seinem Studium der Karikatur. 1866 veröffentlichte er erste Zeichnungen im Le Journal amusant, weitere Arbeiten folgten. 1880 gründete er zusammen mit dem Verleger George Decaux seine eigene Zeitschrift, La Caricature, deren Leitung er während der nächsten zwölf Jahre innehatte. Unter seiner Führung wurden Caran d’Ache, Louis Morin, Ferdinand Bac, Job und Maurice Radiguet (der Vater von Raymond Radiguet) erstmals einem größeren Publikum bekannt. Er illustrierte Touristenführer, populäre Geschichtswerke und literarische Klassiker, darunter Villon, Rabelais, Cervantes, Swift, Shakespeare, Balzac und Tausendundeine Nacht. Von ihm stammt auch eine Geschichte des Lupanars.

Nach dem Ersten Weltkrieg gerät Robida zunehmend in Vergessenheit. Seine Bekanntheit heute verdankt sich einer Trilogie von frühen Science-Fiction-Romanen, deretwegen er heute auf eine Ebene mit Jules Verne gestellt wird: Le Vingtième Siècle (1883), La Guerre au vingtième siècle (1887) und Le Vingtième Siècle. La vie électrique (1890).

Im Gegensatz zu Verne, der stets den Ausnahme- und Abenteuercharakter neuer technischer Erfindungen betont, stellt sie Robida als Teil des bürgerlichen Alltags dar, und versucht, ihre Konsequenzen auf die Gesellschaft zu antizipieren, was ihm oft mit verblüffender Genauigkeit gelingt: so sagte er die Gleichstellung der Frau voraus (die er als Träger aktiven und passiven Wahlrechts, als hosentragend, rauchend, als Ärzte und Anwälte beschrieb), den Massentourismus und die Umweltverschmutzung. In seinem 1869 erschienenen Comic La Guerre au vingtième siècle, campagne de Jujubie sieht er die großen Kriege des nächsten Jahrhunderts als von Raketen und chemischen Kampfstoffen bestimmt. Mit dem „Telephonoskop“, einem Bildschirm, der neueste Nachrichten verbreitet, aber auch für Telefonkonferenzen benutzt werden kann, antizipiert er darüber hinaus auch die moderne Medientechnologie. Er wirkte auch als Mitautor (1894) von Octave Uzanne in Contes pour les bibliophiles. Darin die Erzählung La fin des livres, wo tragbare Phonographen als Nachfolger des Buches vorhergesagt werden.

Text: “Albert Robida”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Albert Robida

5 bücher