Porträt von Alberto Fortis
Foto: Rijksmuseum · Wikimedia Commons

Autor

Alberto Fortis

Italienischer Geistlicher, Naturphilosoph und Universalgelehrter

Geboren
11. November 1741, Padua
Gestorben
21. Oktober 1803, Bologna
Staatsangehörigkeit
Republik Venedig
Beruf
Naturwissenschaftler, Geologe, Kartograf, Volkskundler und Übersetzer
Wichtige Werke
Saggio d’osservazioni sopra l’isola di Cherso ed Ossero · Viaggio in Dalmazia

Leben und Werk

Alberto Fortis, geboren als Giovanni Battista Fortis (* 11. Oktober 1741 in Padua; † 21. Oktober 1803 in Bologna) war ein venezianischer Geistlicher, Naturphilosoph und Universalgelehrter. Er publizierte mehrere Bücher, in denen er die Ergebnisse seiner Forschungsreisen darstellte. Er berührte dabei eine Vielzahl von Wissensgebieten, insbesondere Geographie, Geologie, Biologie, Volkskunde, Literatur und Geschichte.

Leben

Fortis wuchs in Padua auf, studierte Theologie und trat in das Ordensinstitut der Augustiner-Chorherren ein. In Rom studierte er Sprachen und Naturwissenschaften. Danach lehrte er an der Universität seiner Heimatstadt Padua. Nachdem sein Kanonikerstift 1772 aufgelöst worden war, widmete sich Fortis ausschließlich seiner wissenschaftlichen Tätigkeit. Von 1778 bis 1781 lebte und arbeitete der Gelehrte in Spalato, die folgenden zehn Jahre stand er im Dienst des Königs von Neapel und lebte in Neapel. Danach kehrte er an die Universität Padua zurück. Nach dem Fall der Republik Venedig ging er nach Bologna.

Auf seinen seit 1765 unternommenen Forschungsreisen besuchte er Venetien, Istrien und Dalmatien sowie auch Mittel- und Süditalien. Fortis interessierte sich dabei für geologische Phänomene, archäologische Artefakte ebenso wie für Trachten und Volkslieder der Einheimischen. Breiten Raum nahmen in seinen Arbeiten Fragen der Landwirtschaft ein. In aufklärerischer Manier schrieb er darüber, wie die naturräumlichen Gegebenheiten wirtschaftlich am besten zu nutzen wären. Im Bereich der Geologie interessierten Fortis insbesondere der Vulkanismus und die durch diesen entstandenen Gesteinsformationen. Über seine wissenschaftlichen Arbeiten führte er einen umfangreichen Briefwechsel mit Gelehrten in Italien, Deutschland, Frankreich, England, der Schweiz und Dalmatien. Seit 1788 war er Mitglied der Accademia Nazionale delle Scienze. Im Jahr 1789 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Text: “Alberto Fortis (Universalgelehrter)”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.