Porträt von Aleksandr Sergeyevich Griboyedov
Foto: Ivan Kramskoi · Wikimedia Commons

Autor

Aleksandr Sergeyevich Griboyedov

Russischer Diplomat und Dramatiker

Geboren
4. Januar 1795, Moskau
Gestorben
30. Januar 1829, Teheran
Staatsangehörigkeit
Russisches Kaiserreich
Beruf
Dramatiker, Dichter, Diplomat, Pianist und Komponist
Strömung
Romantik
Wichtige Werke
Alexander Andrejewitsch Tschazki · Alexey Molchalin · Paul Famusow

Leben und Werk

Alexander Sergejewitsch Gribojedow (russisch Александр Сергеевич Грибоедов; * 4. Januarjul. / 15. Januar 1795greg. in Moskau; † 30. Januarjul. / 11. Februar 1829greg. in Teheran) war ein russischer Diplomat und Dramatiker. Seine Komödie Verstand schafft Leiden oder: Wehe dem Verstand (Gore ot uma) ist das meistaufgeführte Theaterstück in Russland.

Leben

Alexander Sergejewitsch Gribojedow studierte von 1810 bis 1812 an der Staatlichen Universität Moskau. Nach seinem Studium trat er in ein Husaren-Regiment ein, quittierte aber bereits 1816 den Dienst. Ein Jahr später wechselte er in die öffentliche Verwaltung. 1818 wurde er Sekretär der russischen Gesandtschaft in Persien, von wo er nach Tiflis in Georgien versetzt wurde. Dort fasste er schnell in der politischen Elite Fuß, wirkte an städtebaulichen Konzeptionen, der Einrichtung kultureller Institutionen und Bildungsanstalten sowie der Gründung einer russisch-georgischen Zeitung mit.

Gribojedow begann früh zu schreiben. Er spielte auch Klavier, Orgel und Flöte und komponierte zwei Walzer und eine Sonate. Für eine Bühne in Sankt Petersburg verfasste er 1816 die Verskomödie Molodyje suprugi (russisch Молодые супруги, dt. Die jungen Eheleute), denen weitere Stücke derselben Art folgten. Doch keines dieser Dramen erreichte einen derartigen Erfolg und solche Langzeitwirkung wie seine 1823 entstandene Komödie Gore ot uma (dt. Verstand schafft Leiden oder: Wehe dem Verstand), eine beißende Satire auf die russische Aristokratie und ihre Leidenschaften. Sie wurde von der Zensurbehörde abgelehnt, kursierte aber als vielfache Abschrift in der intellektuellen Elite.

Text: “Alexander Sergejewitsch Gribojedow”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Aleksandr Sergeyevich Griboyedov

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