Porträt von Alessandro Manzoni
Foto: Francesco Hayez · Wikimedia Commons

Autor

Alessandro Manzoni

Italienischer Dichter

Geboren
7. März 1785, Mailand
Gestorben
22. Mai 1873, Mailand
Staatsangehörigkeit
Heiliges Römisches Reich, Kaisertum Österreich und Königreich Italien
Beruf
Schriftsteller, Dichter, Politiker, Romancier und Dramatiker
Strömung
Romanticism in Italy
Wichtige Werke
I Promessi Sposi · Storia della Colonna Infame · Il cinque maggio · Marzo 1821 · April 1814

Leben und Werk

Alessandro Francesco Tommaso Antonio Manzoni (* 7. März 1785 in Mailand; † 22. Mai 1873 ebenda) war ein italienischer Dichter und Schriftsteller. Sein berühmtestes Werk ist der 1827 erschienene Roman I Promessi Sposi (deutsch Die Brautleute, auch Die Verlobten).

Leben

Manzonis Großvater mütterlicherseits, Cesare Beccaria, Marchese di Gualdrasco e di Villareggio (1738–1794), war ein angesehener Jurist und Schriftsteller sowie Autor des in viele Sprachen übersetzten Buches Dei delitti e delle pene (dt. Über Verbrechen und Strafen). Auch seine Mutter Giulia (1762–1841) war literarisch sehr interessiert. Als sein Vater wurde offiziell Graf Don Pietro (1736–1807), der zur Zeit der Geburt Alessandros knapp fünfzig Jahre alt war, ausgegeben. Er repräsentierte eine alte Familie, die in der Nähe von Lecco lebte, die ursprünglich aber eine strenge Feudalherrschaft über Barzio im Valsassina ausgeübt hatte (wo die Erinnerung an ihre Brutalität in einem Sprichwort überliefert ist, das sie mit den Sturzbächen im Gebirge vergleicht). Manzonis wirklicher Vater dürfte Giovanni Verri gewesen sein, der jüngste Bruder der beiden angesehenen Mailänder Juristen und Aufklärer Alessandro und Pietro Verri, mit dem Giulia schon vor ihrer Heirat verkehrt hatte.

Infolge der zerrütteten Familienverhältnisse seiner Eltern – Giulia trennte sich 1792 von Don Pietro und lebte fortan mit dem reichen und gebildeten Grafen Carlo Imbonati zuerst in England, dann in Frankreich – wurde der junge Alessandro von 1790 bis 1803 in kirchlichen Internaten erzogen, wo er nur langsam lernte und zunächst als Versager galt. Im Alter von fünfzehn Jahren entwickelte er jedoch eine Leidenschaft für die Poesie, knüpfte erste Kontakte zu Literaten und exilierten Patrioten und schrieb u. a. ein feuriges, jakobinisch inspiriertes Gedicht mit dem Titel Del trionfo della Libertà („Vom Triumph der Freiheit“). 1805, nach dem Tod seines Vaters, zog der nun Zwanzigjährige zu seiner Mutter nach Paris und stürzte sich dort in das intellektuelle Leben der Hauptstadt des napoleonischen Kaiserreichs, wo er besonders unter den Voltaire-Anhängern viele Freunde fand, namentlich den hochgebildeten Claude Fauriel, der ihn mit neuen literarischen Strömungen und mit dem Werk William Shakespeares bekannt machte. Durch Fauriel kam er auch mit den Ideen der deutschen Romantik in Berührung, noch ehe sie durch Madame de Stael in Europa verbreitet wurden. In den Jahren 1806–1807 trat er zum ersten Mal mit zwei Gedichten an die Öffentlichkeit. Das erste, eine Ode mit dem Titel Urania, war noch in jenem klassischen Stil gehalten, dessen schärfster Gegner er später werden sollte. Das andere war eine Elegie in freien Versen auf den Tod des Grafen Carlo Imbonati, von dem er durch seine Mutter ein beträchtliches Vermögen geerbt hatte, darunter die Villa in Brusuglio nördlich von Mailand, die von nun an sein Hauptwohnsitz wurde.

Text: “Alessandro Manzoni”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Alessandro Manzoni

2 bücher