Porträt von Alexander Pope
Foto: Michael Dahl · Wikimedia Commons

Autor

Alexander Pope

Englischer Dichter, Übersetzer und Schriftsteller

Geboren
21. Mai 1688, London
Gestorben
30. Mai 1744, Twickenham
Staatsangehörigkeit
Königreich England und Königreich Großbritannien
Beruf
Dichter, Literaturhistoriker, Übersetzer, Schriftsteller und Philosoph
Wichtige Werke
Der Lockenraub · Messiah · Eloisa to Abelard · An Essay on Criticism

Leben und Werk

Alexander Pope (* 21. Mai 1688 in London; † 30. Mai 1744 in Twickenham, heute Teil von London) war ein englischer Dichter, Übersetzer und Schriftsteller des Klassizismus in der Frühzeit der Aufklärung.

Leben

Alexander Pope wurde als Sohn eines Leinenhändlers in eine katholische Familie hineingeboren. Aufgrund der Strafgesetze, die seinerzeit in Kraft waren, um den Status der etablierten anglikanischen Kirche nicht zu gefährden, konnte er seine Erziehung fast nur außerhalb der „normalen“ Schulen erlangen. Ein der Familie bekannter Priester unterrichtete ihn in den klassischen Sprachen Latein und Griechisch, später lernte er auch Französisch und Italienisch. Seit dem fünfzehnten Lebensjahr schrieb Alexander Pope eigene Gedichte.

Im Jahr 1700 zog seine Familie nach Binfield im Windsor Forest um. Pope erkrankte an Tuberkulose und Asthma und entwickelte in der Folge eine Rückgratverkrümmung, was ihm später oft vorgehalten wurde. Er wurde nur 1,38 Meter groß und trug ein Mieder als Rückenstütze.

Nach seiner Rückkehr nach London im Jahr 1711 veröffentlichte Pope sein erstes größeres Werk: An Essay on Criticism (Versuch über die Kritik, 1745). Mit diesem literaturkritischen Manifest in Form eines Vers-Essays gelang ihm ein erster Durchbruch, und er fand Zutritt zu literarischen Zirkeln, zunächst aus der oppositionellen Whig-Partei. Im Jahr 1713 wechselte er zu den Tories und wurde Mitglied im Scriblerus Club, wo er Jonathan Swift, John Gay, William Congreve und Robert Harley kennenlernte. Die daraus resultierenden fiktiven Memoiren des Martinus Scriblerus wurden ihrerseits in der Satire The Scribleriad (1751) von Richard Owen Cambridge karikiert. Schon im Jahr zuvor hatte Pope eine Erstversion von The Rape of the Lock, einem komischen Epos über den Krieg der Geschlechter herausgegeben, was seiner Popularität weiteren Auftrieb verlieh. Wie auch in seinen weiteren Epen stellte Pope seine kunstvolle Beherrschung der klassischen epischen Gestaltungsweise unter Beweis, ohne jedoch dessen Grundlage einer mythisch-heroisierten Weltsicht zu teilen, und übertrug damit das traditionelle Epos mit großem Erfolg in eine zeitgemäße Form.

Text: “Alexander Pope”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Alexander Pope

2 bücher