Porträt von Alexis de Tocqueville
Foto: Théodore Chassériau · Wikimedia Commons

Autor

Alexis de Tocqueville

Französischer Publizist und Politiker

Geboren
29. Juli 1805, Paris
Gestorben
16. April 1859, Cannes
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Philosoph, Politiker, Schriftsteller, Soziologe und Jurist
Wichtige Werke
De la démocratie en Amérique · The Old Regime and the Revolution

Leben und Werk

Alexis Charles-Henri-Maurice Clérel de Tocqueville [alɛkˈsi ʃaʀl ɑ̃ˈʀi mɔˈʀis kleˈʀɛl dətɔkˈvil] (* 29. Juli 1805 in Verneuil-sur-Seine; † 16. April 1859 in Cannes) war ein französischer Publizist, Politiker und Historiker. Er gilt als Begründer der Vergleichenden Politikwissenschaft.

Leben

De Tocqueville wurde als dritter Sohn von Hervé Bonaventure Clérel de Tocqueville und Louise Le Peletier de Rosanbo, die mütterlicherseits eine Enkelin des Staatsmanns Malesherbes war, geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Verneuil-sur-Seine, wo sein adliger Vater, wie seine Mutter royalistisch eingestellt, Bürgermeister wurde. Als Angehöriger eines alten normannischen Adelsgeschlechts sah er sich gleichwohl früh in der Tradition eines Liberalismus, der aristokrische Verantwortung mit der Anerkennung moderner Gleichheitsrechte zu verbinden suchte. Vom zehnten Lebensjahr an diente sein Vater sukzessive in den Präfekturen von Angers, Beauvais, Dijon, Metz, Amiens und Versailles, so dass de Tocqueville hauptsächlich bei seiner Mutter aufwuchs. Sein intellektueller Mentor zu dieser Zeit war der Abt Louis Lesueur.

1820 zog er zu seinem Vater nach Metz, wo er 1823 am dortigen Collège Royal seine Studien in Philosophie und Rhetorik abschloss. In dieser Zeit zeugte er ein uneheliches Kind mit einer Bediensteten.

Nachdem Tocqueville nach Paris gezogen war und dort sein Studium der Rechtswissenschaft beendet hatte, wurde er 1826 Untersuchungsrichter in Versailles. In den Folgejahren machte er die Bekanntschaft Gustave de Beaumonts, mit dem er später nach Amerika reiste, und mit der Engländerin Mary Motleys (1826), mit der er 1835 eine Ehe einging, die kinderlos blieb. Er hörte Geschichtsvorlesungen François Guizots an der Pariser Sorbonne (1829/1830) und wurde 1830 in Versailles promoviert. Er positionierte sich zugleich in den politischen Auseinandersetzungen der 1820er-Jahre zwischen Liberalen und Ultra-Royalisten um die zukünftige Verfassung Frankreichs und wurde zu einer der markanten Stimmen des französischen Liberalismus der Julimonarchie.

Text: “Alexis de Tocqueville”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Alexis de Tocqueville

2 bücher