Porträt von Ambrose Bierce
Foto: John Herbert Evelyn Partington · Wikimedia Commons

Autor

Ambrose Bierce

US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist (1842–1914)

Geboren
24. Juni 1842, Meigs County
Gestorben
1914, Chihuahua
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Schriftsteller, Journalist, Aphoristiker, Dichter und Science-Fiction-Schriftsteller
Wichtige Werke
An Occurrence at Owl Creek Bridge · The Damned Thing · Des Teufels Wörterbuch · Tales of Soldiers and Civilians

Leben und Werk

Ambrose Gwinnett Bierce (* 24. Juni 1842 im Meigs County, Ohio; † vermutlich 1914 in Chihuahua, Mexiko) war ein amerikanischer Schriftsteller und Journalist.

Der Amerikanische Bürgerkrieg war das prägendste Ereignis seines Lebens und blieb bis zu seinem rätselhaften Verschwinden in den Wirren der Mexikanischen Revolution auch das zentrale Thema seines schriftstellerischen und journalistischen Werkes.

Obwohl nur ein kleiner Teil seines Œuvre gründlich rezipiert wurde, gilt er mit dem sarkastischen, schwarzhumorigen, häufig zynischen Erzählton seiner knappen Prosa neben Edgar Allan Poe als Meister der unheimlichen Kurzgeschichte, der Autoren wie Ernest Hemingway beeinflusste.

Leben

Ambrose Bierce wurde als zehntes von insgesamt dreizehn Kindern des Farmers Marcus Aurelius Bierce (1799–1876) und dessen Ehefrau Laura Sherwood Bierce, einer Nachfahrin des Pilgervaters William Bradford, in der Siedlung Horse Cave Creek in Meigs County geboren. Mit 15 Jahren verließ er seine Eltern, zog nach Warsaw und arbeitete dort als Setzerlehrling für die abolitionistische Zeitung Northern Indiana.

Geprägt von der abolitionistischen Einstellung seines Onkels Lucius Verus Bierce (1801–1876), bei dem er seit Anfang 1859 lebte, folgte er in Elkhart County dem Waffenruf Abraham Lincolns und meldete sich im April 1861 als Freiwilliger bei der Unionsarmee, wo er als Scout tätig war.

Für seine Tapferkeit wurde er ausgezeichnet und schließlich bis zum Titular-Major befördert; er geriet in Gefangenschaft und wurde zweimal verwundet. In der Schlacht am Kennesaw Mountain (27. Juni 1864) während des Atlanta-Feldzugs traf ihn als Anführer einer Gruppe von Plänklern am 23. Juni 1864 die Kugel eines Scharfschützen an der linken Schläfe, verletzte das Schläfenbein und blieb hinter dem linken Ohr stecken. Wie durch ein Wunder überlebte er die Verletzung, die von Generalmajor William Babcock Hazen als „gefährlich und kompliziert“ beschrieben wurde und von der er sich lange nicht erholen konnte. So erlebte er wie kein anderer amerikanischer Schriftsteller den Bürgerkrieg mit all seinen blutigen Facetten und tiefgreifenden Umwälzungen für die Gesellschaft.

Text: “Ambrose Bierce”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Ambrose Bierce

10 bücher