Porträt von Amy Fay
Foto: Photographer unidentified · Wikimedia Commons

Autor

Amy Fay

Amerikanische Konzertpianistin und Managerin der New York Women's Philharmonic Society

Geboren
21. Mai 1844, Bayou Goula
Gestorben
28. Februar 1928, Boston
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Pianistin, Komponistin und Musikwissenschaftlerin

Leben und Werk

Amy Fay; Amelia Muller Fay (* 21. Mai 1844 in Bayou Goula, Louisiana; † 9. November 1928 in Boston) war eine US-amerikanische Pianistin und Managerin der New York Women’s Philharmonic Society.

Leben

Amy Fay war die Tochter von Reverend Charles Fay (1808–1888) und Emily geb. Hopkins (1817–1856) aus Louisiana und St. Albans (Vermont). Ihr Onkel war der Komponist Charles Jerome Hopkins. Ihre Schwester Rose Emily Fay heiratete den Dirigenten Theodore Thomas, und ihre Schwester Melusina Fay Peirce war die Frau des amerikanischen Philosophen Charles Sanders Peirce.

Amy Fay studierte Klavier bei John Knowles Paine in Harvard und am New England Conservatory of Music. Von 1869 bis 1875 setzte sie ihr Studium in Deutschland fort. Zunächst in der Klavierklasse von Carl Tausig, wo sie Kommilitonin von Vera Timanov war. Nach Tausigs Tod studierte sie mehrere Monate bei Theodor Kullak und spielte in Weimar Franz Liszt vor, zu dessen Schülerkreis sie dann zählte. Ihr letzter deutscher Klavierlehrer war Ludwig Deppe, den sie bei einer Soirée zu Ehren Anna Mehligs in Berlin kennenlernte. Deppes Klaviertechnik revolutionierte ihr Spiel und diente zur Entwicklung einer Methode, die sie später in Amerika lehrte.

Während ihres Aufenthaltes in Deutschland berichtete sie in Briefen an ihre Familie in den Vereinigten Staaten über ihren Alltag, über das Leben in Deutschland, die Musiker, mit denen sie verkehrte, sowie ihre verschiedenen Reisen. Diese Briefe wurden noch während ihres Aufenthaltes in Deutschland in verschiedenen amerikanischen Zeitungen abgedruckt. Ein Teil der Briefe erschien überarbeitet und in Buchform im Jahr 1880 unter dem Titel Music-Study in Germany: From the Home Correspondence of Amy Fay. Das Buch erfuhr mehrere Auflagen. Neben den Schilderungen über Liszts Unterrichtsstil enthält es auch eine umfassende biografische Skizze von Liszt. Des Weiteren beschreibt Fay darin Treffen mit Clara Schumann, deren Halbschwester Marie Wieck sowie Friedrich Wieck, Hans von Bülow, Anton Rubinstein, den Geigern Joseph Joachim, August Wilhelmj und Heinrich de Ahna und schildert ihr Vorspiel bei Xaver Scharwenka. Weiter berichtet sie unter anderem von den Sieges-Feierlichkeiten am Ende des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/1871, ihren Reisen durch Deutschland sowie über die Stellung der Frau in Deutschland im Vergleich zum Leben in den Vereinigten Staaten.

Text: “Amy Fay”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Amy Fay

1 buch