Porträt von Ana de Castro Osório
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

Ana de Castro Osório

Portugiesische Schriftstellerin, Journalistin, Feministin und republikanische Aktivistin

Geboren
18. Juni 1872, Mangualde
Gestorben
23. März 1935, Freguesia da Sé
Staatsangehörigkeit
Portugal und Königreich Portugal
Beruf
Schriftstellerin, Kinderbuchautorin, Romancière, Frauenrechtlerin und Herausgeberin
Wichtige Werke
A minha Pátria

Leben und Werk

Ana de Castro Osório (* 18. Juni 1872 in Mangualde; † 23. März 1935 in Sé, Lissabon) war eine portugiesische Schriftstellerin, insbesondere im Bereich der Kinderliteratur, Journalistin, Feministin und republikanische Aktivistin. Sie wurde mit dem Orden des heiligen Jakob vom Schwert in der Klasse Offizier und dem Orden für Unternehmerische Verdienste im Range eines Komturs ausgezeichnet.

Leben

De Castro Osório wurde als Tochter von João Baptista de Castro (1845–1920), einem bekannten Bibliophilen, Notar und Richter aus Eucísia, Alfândega da Fé, und Mariana Adelaide Osório de Castro Cabral de Albuquerque Moor Quintins (1842–1917), einer feministischen Aktivistin aus São Jorge de Arroios, Lissabon, geboren. Ihre Mutter war die Tochter von Generalleutnant José Osório de Castro Cabral de Albuquerque (1799–1857), Gouverneur von Macau, und Ana Doroteia Moore Quintius, einer Niederländerin. Ihr Vater war der Richter, der 1911 den Antrag von Carolina Beatriz Ângelo auf Eintragung in das Wählerverzeichnis genehmigte, so dass sie die erste Frau wurde, die im Lande wählen durfte. De Castro Osório war die jüngste von vier Geschwistern und hatte drei ältere Brüder: Alberto Osório de Castro (1868–1946), João (1869–1939) und Jerónimo (1871–1935).

1895 begann De Castro Osório, die zu der Zeit in Setúbal lebte, ihre ersten Artikel in der Zeitschrift Mala da Europa zu veröffentlichen. Tomás Ribeiro, der Vater ihrer späteren Mitstreiterin Branca de Gonta Colaço, ermunterte sie öffentlich.

In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts engagierte sie sich für den Republikanismus und Frauenrechte und begann ihre Zusammenarbeit mit der Zeitschrift A Sociedade Futura, die von Maria Olga de Moraes Sarmento da Silveira und ihrem Ehemann Manuel João da Silveira gegründet wurde, um die Frauenbewegung im Land bekannt zu machen, gefolgt von einer weiteren Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Jornal dos Pequeninos, der Monatszeitschrift der Liga Republicana das Mulheres Portuguesas („Republikanischer Portugiesischer Frauenbund“), mit A Mulher e a Criança, und kurz darauf mit der Zeitung O Radical in Setúbal, wo sie mit ihren Beiträgen in den Jahren 1910 und 1911 einen wichtigen Beitrag zur Diskussion leistete. Sie gründete die Escola Liberal de Setúbal und während einer Zeit in Lissabon die Lusitânia Editora Limitada gründete und zu einer wichtigen Verlegerin des Werks von Camilo Pessanha wurde. Sie veröffentlichte neben ihrem eigenen Namen unter verschiedenen Pseudonymen, darunter „Ann Moore“ und „Ana Doroteia Moore“ zu Ehren ihrer Großmutter mütterlicherseits.

Text: “Ana de Castro Osório”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Ana de Castro Osório

3 bücher