Porträt von Anatole France
Foto: Photographer : Wilhelm Benque. Tucker Collection · Wikimedia Commons

Autor

Anatole France

Französischer Schriftsteller und Nobelpreisträger (1844-1924)

Geboren
16. April 1844, Paris
Gestorben
12. Oktober 1924, manoir de la Béchellerie
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Schriftsteller, Dichter, Romancier, Bibliothekar und Literaturkritiker
Strömung
Freidenker
Wichtige Werke
Thaïs · Les Dieux ont soif · The Red Lily

Leben und Werk

Anatole France (François Anatole Thibault; * 16. April 1844 in Paris; † 12. Oktober 1924 in Saint-Cyr-sur-Loire) war ein französischer Schriftsteller. 1921 erhielt er den Literaturnobelpreis.

Leben und Schaffen

France wuchs als Sohn eines hochgebildeten Buchhändlers auf und beendete 1864 seine Gymnasialzeit am katholischen Pariser Collège Stanislas mit dem Baccalauréat. Früh interessierte er sich für Literatur und erarbeitete sich eine profunde humanistische Bildung. 1866 lernte er den Verleger Alphonse Lemerre kennen und wurde bei ihm freiberuflicher Lektor, als der er zum Beispiel eine mehrbändige Anthologie zeitgenössischer Lyrik herausgab. 1876 nahm er, um für seine Heirat und Familiengründung ein festes Einkommen zu haben, den Posten eines Bibliotheksangestellten an, den er 1890 aufgab, als er von der Schriftstellerei leben konnte.

Als Autor begann er mit Lyrik im Stil der Dichter des Parnasse, in deren Kreis um Charles Leconte de Lisle er sich ab 1867 bewegte. Er betätigte sich früh auch als Erzähler und Literaturkritiker (der zum Beispiel den neuen Symbolismus etwa Mallarmés oder Verlaines zunächst nicht goutierte).

Sein Durchbruch war 1881 der Roman Le Crime de Sylvestre Bonnard, membre de l'Institut (Das Verbrechen Sylvestre Bonnards, Mitglied des Instituts), der mit dem Prix de l'Académie française ausgezeichnet wurde, ihm Zugang zu den Pariser literarischen Salons verschaffte, u. a. dem von Madame de Caillavet, und ihm 1884 das Kreuz der Ehrenlegion eintrug. Le Crime (der Titel soll ironisch verstanden werden) ist ein rührseliger Roman, der in Tagebuchform die Geschichte eines weltfremden älteren Privatgelehrten erzählt, der im zunächst eher zufälligen Einsatz für Hilfsbedürftige, insbesondere die verwaiste Enkelin seiner Jugendliebe, das wirkliche Leben findet.

Text: “Anatole France”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Anatole France

13 bücher