Porträt von Anna Maria Mozzoni
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

Anna Maria Mozzoni

Italienische Frauenrechtlerin und Schriftstellerin

Geboren
5. Mai 1837, Mailand
Gestorben
14. Juni 1920, Rom
Staatsangehörigkeit
Königreich Italien
Beruf
Journalistin, Politikerin, Suffragette und Feministin

Leben und Werk

Anna Maria Mozzoni (geboren 5. Mai 1837 in Mailand; gestorben 14. Juni 1920 in Rom) war eine italienische Frauenrechtlerin, Schriftstellerin, Journalistin, Übersetzerin und Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht. Sie gilt als Gründerin der italienischen Frauenbewegung.

Leben

Anna Maria, im Geburtsregister als Marianna eingetragen, wurde in Mailand geboren. Ihre Eltern, ihr Vater war Ingenieur und Architekt von liberaler und risorgimentaler Gesinnung, waren beide adeliger Abstammung und besaßen etwas Grundeigentum in der Po-Ebene westlich von Mailand. Kurz nach ihrer Geburt zogen die Eltern nach Rescaldina, dem Geburtsort ihrer Mutter. In der ländlichen Umgebung von Rescaldina verbrachte Anna Maria ihre ersten Lebensjahre. Im Alter von fünf Jahren schickte ihr Vater sie in ein von katholischen Schwestern geführtes Internat für adelige und arme Kinder, da er sonst das Studium der beiden älteren Brüder von Anna Maria nicht hätte finanzieren können. Die bigotte und ultrakonservative Erziehung im Internat ertrug sie nur mit Mühen, beeinflusste aber ihre späteren Schriften und Ideen. 1851 kehrte sie vorzeitig in ihr Elternhaus zurück und setzte ihre Ausbildung im Selbststudium fort. Zu ihren Vorbildern in ihrer Jugend gehörte Adelaide Cairoli, eine der bekanntesten politisch aktiven Frauen im Risorgimento, die sie auch frequentierte. Beeinflusst wurde sie aber auch von den Schriften von Cristina Trivulzio Belgiojoso, Giuseppe Mazzini, Charles Fourier und George Sand.

1855 veröffentlichte sie ihre erste Schrift, eine Komödie in drei Akten in französischer Sprache. Über ihr weiteres Privatleben ist relativ wenig bekannt. Unklar ist, ob die im Winter 1873/74 geborene Beatrice oder Bice del Monte, die Mozzoni selbst als ihre Adoptivtochter bezeichnete, wirklich ein Adoptivkind oder ihr leibliches Kind aus einer außerehelichen Beziehung war. 1886 heiratete sie einen etwa zehn Jahre jüngeren Grafen und Staatsanwalt, von dem sie sich aber nach sieben Jahren in einem zähen juristischen Nachspiel wieder trennte. 1894 zog sie mit Beatrice von Mailand nach Rom.

Text: “Anna Maria Mozzoni”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Anna Maria Mozzoni

1 buch