Porträt von Antoine Henri Jomini
Foto: Workshop of George Dawe · Wikimedia Commons

Autor

Antoine Henri Jomini

Schweizer Militärtheoretiker und General

Geboren
6. März 1779, Payerne
Gestorben
24. März 1869, Passy
Staatsangehörigkeit
Schweiz und Frankreich
Beruf
Börsenmakler, Schriftsteller, Offizier, Militär und Bankier

Leben und Werk

Antoine-Henri Jomini (* 6. März 1779 in Payerne/Waadtland; † 24. März 1869 in Passy bei Paris), seit 1808 Baron de Jomini, war ein Schweizer Offizier und einer der einflussreichsten Militärtheoretiker. Die von ihm entwickelten Lehren prägten die Militärdoktrinen des 19. Jahrhunderts entscheidend.

Biographie

Seine Eltern waren Benjamin Jomini (* 20. Mai 1746; † 12. März 1818) und dessen Ehefrau Jeanne Marcuard (1757–1847). Nach dem Willen seiner Eltern sollte er Kaufmann werden und so erhielt er eine Handelsausbildung in Aarau und dann in Basel. 1796 kam er zu Bank Mosselman nach Paris. Seine heimliche Liebe aber gehörte der militärischen Taktik und Strategie, der er sich in der Freizeit widmete.

1798 wurde Jomini Adjutant des Kriegsministers der Helvetischen Republik und bewährte sich so gut, dass er zum Chef des Sekretariats des Kriegsministeriums im Rang eines Hauptmanns befördert wurde. Er legte einen Plan zur Reorganisation der helvetischen Miliz vor, der angenommen wurde und ihm 1799 die Beförderung zum Bataillonskommandanten einbrachte. 1801 verließ er den Dienst der Helvetischen Republik und zog nach Paris, wo er mit Unterstützung des Marschalls Ney seine erste Publikation unter dem Titel Traité de grande tactique in fünf Bänden veröffentlichte. Ney ernannte ihn 1804 zu seinem persönlichen Adjutanten.

In französischen Diensten lernte er auch Napoleon Bonaparte kennen. Dank seiner profunden Kenntnissen in der Militärgeschichte war er in der Lage, den Verlauf von Armee-Operationen vorherzusagen. Zuerst diente er als Oberst-Generalstabschef von Marschall Ney und geriet in einen Gegensatz zum französischen Kriegsminister Berthier, der seine Beförderung torpedierte. 1810 erhielt er vom russischen Zaren ein verlockendes Angebot, in seinen Dienst zu wechseln. Napoleon ernannte ihn darauf zum Brigadegeneral und erteilte ihm den Auftrag, die italienischen Kriege in einem Werk zu beschreiben, die unter dem Titel „Histoire critique et militaire des guerres de la Révolution“ erschienen. Er nahm am Russlandfeldzug von 1812 teil (den er für nicht zu gewinnen hielt) und organisierte als Gouverneur von Smolensk und Wilna in der Etappe sehr erfolgreich die gesamte Logistik sowie den Rückzug über die Beresina. Die Feindschaft mit Berthier machte 1813 seine Beförderung zum Divisionsgeneral unmöglich, obwohl er großen Anteil am französischen Sieg in der Schlacht bei Bautzen gehabt hatte. Dies bewegte Jomini, während des Waffenstillstands von Poischwitz in den Dienst des russischen Zaren Alexander I. überzutreten.

Text: “Antoine-Henri Jomini”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Antoine Henri Jomini

1 buch