Arsène Houssaye (* 28. März 1815 in Bruyères, Département Vosges; † 26. Februar 1896 in Paris) war ein französischer Journalist, Schriftsteller und Kunst- und Literaturkritiker.
Leben
Houssaye kam bereits als junger Mensch nach Paris und konnte dort bereits mit 21 Jahren als Schriftsteller erfolgreich debütieren. 1836 erschienen seine beiden Romane „La couronne de bluets“ und „La pécheresse“. Seine Freundschaft mit den Schriftstellern Jules Janin und Théophile Gautier verschaffte ihm bald Zugang zu einigen literarischen Salons und auch seine Zusammenarbeit mit Jules Sandeau machte sich positiv bemerkbar. Über Gautier kam er dann auch in Kontakt mit den Parnassiens.
Gefördert von der Schauspielerin Elisa Rachel berief man Houssaye mit Wirkung vom November 1849 zum Geschäftsführer (Administrator) des Theaters Comédie-Française. In diesem Amt, das er sieben Jahre innehatte, konnte Houssaye für das Theater künstlerisch wie auch wirtschaftlich große Erfolge erzielen. 1856 berief man ihn zum „Generalinspektor der Museen der Provinz“ und zwei Jahre später ernannte man ihn zum Offizier der Ehrenlegion.
In seiner Eigenschaft als Kunstkritiker verfasste Houssaye zwischen 1844/47 das Werk „Histoire de la peinture flamande et hollandaise“, welches sehr kontrovers geführte Diskussionen auslöste. Zum Höhepunkt dieser Auseinandersetzung bezichtigte ihn Joseph Alfred Michiels deswegen des Plagiats und Houssaye beantwortete dies mit dem Pamphlet „Un martyr littéraire“.
Houssaye führte ein großes offenes Haus. Sein wertvoll eingerichtetes Palais stand für jeden Freund offen und seine fast schon sprichwörtliche Gastfreundschaft fand ihren Höhepunkt in Maskenbällen, zu denen Tout Paris geladen wurde und auch kam. Während des zweiten Kaiserreichs und auch noch in den Anfängen der nun folgenden Republik hatte Houssaye eine privilegierte gesellschaftliche Stellung inne; mit Beziehungen bis hin zur Familie des Kaiserhauses.