Autor
Arthur Rimbaud
Französischer Dichter, Abenteurer und Geschäftsmann
- Geboren
- 20. Oktober 1854, Charleville
- Gestorben
- 10. November 1891, Marseille
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Dichter, Waffenhändler, Weltreisender, Militär und Schriftsteller
- Strömung
- Symbolismus
- Wichtige Werke
- Das Trunkene Schiff · Eine Zeit in der Hölle · Illuminations · File ar Fhile: Arthur Rimbaud
Leben und Werk
Jean Nicolas Arthur Rimbaud [aʁtyʁ ʁɛ̃bo] (* 20. Oktober 1854 in Charleville; † 10. November 1891 in Marseille) war ein französischer Dichter, Abenteurer und Geschäftsmann. Heute gilt er als einer der einflussreichsten französischen Lyriker.
Kindheit, frühe Jugend und erste Werke
Arthur Rimbaud wuchs in seinem Geburtsort Charleville an der Maas, nahe der Grenze zu Belgien, auf. Sein aus der Franche-Comté stammender Vater hatte erst mit 38 geheiratet (1853) und hielt sich als aktiver Berufsoffizier zumeist fern der Familie auf. 1861, kurz nach der Geburt des jüngsten Kindes der Familie, verließ er sie. Die elf Jahre jüngere Ehefrau und Mutter, die von einem größeren Bauernhof in Roche in den Ardennen stammte, betrachtete sich hiernach als Witwe und versuchte, ihren Ältesten, den ein Jahr jüngeren Arthur und die beiden vier bzw. sechs Jahre jüngeren Schwestern nach ihren streng religiösen und moralischen Grundsätzen zu erziehen.
Arthur Rimbaud war ein offenkundig hochbegabter Junge, der sich, wie er es 1871 rückblickend in dem autobiografischen Gedicht Les poètes de sept ans (Siebenjährige Dichter) schreibt, innerlich früh gegen seine Mutter auflehnte. Ab 1865 besuchte er das Gymnasium seiner Stadt, wo er am Schuljahresende stets mit Preisen ausgezeichnet wurde. Schon in früher Jugend las er viel und verfasste Geschichten und Verse; 1868 und 1869 wurden drei seiner lateinischen Gedichte als vorzügliche Schülerleistungen in Lehrerzeitschriften abgedruckt. Sein wohl ältestes erhaltenes Gedicht auf Französisch, das rührselige Les Étrennes des orphelins (Die Weihnachtsgeschenke der Waisenkinder), erschien in einer gutbürgerlichen Zeitschrift Anfang Januar 1870. Andere Werke aus den Jahren 1870/71 – unter anderem das erotische La première soirée (Der erste Abend) sowie Le Dormeur (Der Schläfer) und Rages de Césars über die Gefangenschaft des Kaisers Napoleon III. nach der Schlacht von Sedan und seiner Absetzung in Schloss Wilhelmshöhe – hinterlegte Rimbaud bei seinem Freund Paul Démeny; sie wurden erst nach seinem Tod in den Cahiers de Douai (Hefte von Douai) veröffentlicht.
Text: “Arthur Rimbaud”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Arthur Rimbaud
1 buch

