Autor
August Wilhelm Iffland
Deutscher Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker (1759–1814)
- Geboren
- 19. April 1759, Hannover
- Gestorben
- 22. September 1814, Berlin
- Staatsangehörigkeit
- Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg
- Beruf
- Dramatiker, Schriftsteller, Theaterschauspieler, Autobiograf und Theaterleiter
Leben und Werk
August Wilhelm Iffland (* 19. April 1759 in Hannover; † 22. September 1814 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, Intendant und Schriftsteller und Dramatiker.
Kindheit und künstlerischer Werdegang
August Wilhelm Iffland wurde in Hannover im Leibnizhaus als Sohn des Registrators an der Königlichen Kriegskanzlei Johann Rudolf Iffland (1714–1775) und dessen Ehefrau Carolina Schröder (1725–1779) geboren. Am dortigen Lyceum war er Mitschüler von Karl Philipp Moritz, der die Begegnung in seinem autobiographischen Roman Anton Reiser schilderte. Iffland wurde von seinen angesehenen Eltern für das Studium der Theologie bestimmt, entwich aber 1777 heimlich nach Gotha und wurde Mitglied des Hoftheaters (auch Ekhoftheater). Er fand in Friedrich Wilhelm Gotter einen freundschaftlichen Ratgeber sowie in Conrad Ekhof, Heinrich Beck (von dessen Tochter Luise Beck er Taufpate war) und Johann David Beil Vorbilder.
1779 mit dem größten Teil des in Gotha verabschiedeten Schauspielerpersonals von dem Kurfürsten Karl Theodor für die Mannheimer Bühne gewonnen, erwarb sich Iffland hier sowie durch Gastvorstellungen bald einen Namen. Er entwickelte sich zum Charakterdarsteller, der die psychologisch-realistische Schauspielkunst in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellte.
Im nahen Schloss Dürkheim richtete Fürst Carl Friedrich Wilhelm zu Leiningen um 1780 einen Flügel als öffentliches Theater ein, welches die Bürger unentgeltlich besuchen konnten. Organisiert und betreut wurde es von August Wilhelm Iffland, der hier zuweilen die Uraufführungen seiner Werke vornahm; so etwa am 9. März 1785 jene des Schauspiels „Die Jäger“. Unter Ifflands persönlicher Regie spielte dabei der spätere Fürst Emich Carl zu Leiningen (1763–1814), Sohn des Theaterbetreibers, eine der Hauptrollen, ebenso wie dessen Verwandter Heinrich Ernst Ludwig von Leiningen-Westerburg-Neuleiningen (1752–1799).
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