Porträt von Augustus Le Plongeon
Foto: Alice Dixon Le Plongeon (1851-1910) · Wikimedia Commons

Autor

Augustus Le Plongeon

Britischer Fotograf und Hobby-Archäologe (1825-1908)

Geboren
4. Mai 1825, Jersey
Gestorben
13. Dezember 1908, Brooklyn
Beruf
Fotograf, Archäologe und Historiker

Leben und Werk

Augustus Le Plongeon (* 4. Mai 1825 auf Jersey; † 13. Dezember 1908 in Brooklyn, New York) war ein Fotograf und Amateur-Archäologe.

Zentrum seiner Forschungen waren die Maya, insbesondere die Ruinenstadt Chichén Itzá, in der er die ersten systematischen Ausgrabungen unternahm und archäologische Pionierarbeit leistete. Die hierbei ausgegrabene Skulptur einer halb liegenden Gestalt interpretierte er als eine Person in seiner hypothetischen Rekonstruktion der Geschichte der Maya und benannte sie als Chac Mo'ol (auszusprechen mit englischen Vokalwerten als Chac Mul, dies fiel seither in Vergessenheit). Als strikter Diffusionist versuchte er zu beweisen, dass die Maya (bzw. deren „Missionare“, die Le Plongeon als Naacal bezeichnete) auf dem Weg über Südasien und Atlantis die Kulturen des Alten Ägyptens geschaffen hätten. Seine exzentrischen und phantastischen Theorien wurden schon zu seiner Zeit zumeist nicht ernst genommen. Seine Fotografien archäologischer Fundstätten werden hingegen als wesentliche Quelle für das Studium des präkolumbischen Mittelamerika betrachtet. A. Le Plongeons Frau Alice (1851–1910) vertrat in Vorträgen und Veröffentlichungen die Ideen ihres Mannes.

Text: “Augustus Le Plongeon”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Augustus Le Plongeon

2 bücher