Porträt von Benedetto Croce
Foto: Mario Nunes Vais · Wikimedia Commons

Autor

Benedetto Croce

Italienischer Philosoph, Humanist, Historiker, Politiker und Kritiker

Geboren
25. Februar 1866, Pescasseroli
Gestorben
20. November 1952, Neapel
Staatsangehörigkeit
Italien und Königreich Italien
Beruf
Philosoph, Politiker, Kunsthistoriker, Schriftsteller und Literaturkritiker
Strömung
Westliche Philosophie

Leben und Werk

Benedetto Croce ['kro:tʃe] (* 25. Februar 1866 in Pescasseroli, Provinz L’Aquila; † 20. November 1952 in Neapel) war ein italienischer idealistischer Philosoph, Humanist, Historiker, Politiker, Kunsthistoriker und Kritiker.

Leben

Croce stammte aus einer begüterten Gutsbesitzer-Familie in den Abruzzen. Bei einem Erdbeben in Casamicciola verlor er 1883 seine Eltern und seine einzige Schwester. Croce erbte das väterliche Vermögen und zog sich nach Jura-Studien in Rom und Neapel ab 1886 nach Neapel zurück, wo er als Privatgelehrter bis zu seinem Tod lebte. Geprägt von der Erfahrung des Risorgimento, von den aufklärerischen Traditionen Süditaliens, wie sie durch Giambattista Vico, Gaetano Filangieri und Francesco De Sanctis repräsentiert werden, und von der Philosophie des Deutschen Idealismus wurde Croce in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer der prägenden Figuren der italienischen Kultur und Philosophie. In Europa blieb er bis zu seinem Tod die liberale Stimme Italiens im Kampf gegen Faschismus und Totalitarismus.

Zunächst mit lokalgeschichtlichen Studien beschäftigt, wandte sich Croce zu Beginn der 1890er Jahre der Philosophie zu und veröffentlichte ab 1902 sein Hauptwerk, die mehrbändige Philosophie des Geistes. Vor allem der erste Band, die Estetica, etablierte Croces philosophischen Ruf. Dazu kamen im Laufe der Jahre zahlreiche Werke zur Geschichte und Literatur sowie Aufsätze, in denen er seine philosophische Position modifizierte und erläuterte. 1903 gründete Croce – gemeinsam mit Giovanni Gentile – die Zeitschrift La Critica, die er als Herausgeber und Autor maßgeblich prägte und zur wichtigsten Literaturzeitschrift Italiens machen konnte. 1910 wurde er zum Senator des Königreichs Italiens ernannt. Im 5. Kabinett von Giovanni Giolitti war Croce von Juni 1920 bis Juli 1921 Minister für das Unterrichtswesen.

Text: “Benedetto Croce”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Benedetto Croce

7 bücher