Porträt von Benito Pérez Galdós
Foto: Kaulak · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Autor

Benito Pérez Galdós

Spanischer Schriftsteller (1843–1920)

Geboren
10. Mai 1843, Las Palmas de Gran Canaria
Gestorben
4. Januar 1920, calle de Hilarión Eslava
Staatsangehörigkeit
Spanien
Beruf
Schriftsteller, Dramatiker, Politiker, Romancier und Journalist
Strömung
Realismus

Leben und Werk

Benito Pérez Galdós (* 10. Mai 1843 in Las Palmas de Gran Canaria; † 4. Januar 1920 in Madrid) war ein spanischer Schriftsteller, einer der bedeutendsten spanischsprachigen Vertreter des realistischen Romans. Schon wegen seiner enormen literarischen Produktion wird er oft mit Balzac und Dickens verglichen.

Kindheit

Benito Pérez Galdós wurde als jüngstes von zehn Kindern von Sebastián Pérez y Macías, Oberstleutnant des Heeres, und von María Dolores Josefa Galdós y Medina (die bei der Geburt schon 43 Jahre alt war) geboren. Sein Großvater, Domingo Galdós y Alcorta, war Sekretär der Inquisition, sein Onkel Domingo ein Priester, der auch eine Chronik über seine Erfahrungen im Feldzug gegen Napoleon Bonaparte 1809 schrieb; ein Bruder von Galdós wurde später Capitán General de las Islas Canarias. Benito verbrachte seine Kindheit in Las Palmas, wo er das Colegio de San Agustín besuchte. Er war ein frühreifes Kind, konnte mit vier Jahren lesen und schrieb mit sechs erste Gedichte; er gewann auch einen Malereiwettbewerb und stellt seine Werke in Las Palmas aus.

Jugend

Da 1862 auf den Kanaren die Universitäten geschlossen wurden, ging er mit 19 Jahren nach Madrid und begann dort ein Studium der Rechtswissenschaft. Er betrieb das Studium aber nicht sehr ernsthaft und flanierte lieber durch Straßen und Cafés, besuchte das Theater und schrieb erste romantische Dramen. Während des Studiums lernte er Francisco Giner de los Ríos, den Gründer der Institución Libre de Enseñanza, kennen, der ihn zum Schreiben animierte und ihn für die philosophische Lehre des Krausismo interessierte. Am 10. April 1865 erlebte er die Niederschlagung der Studentenaufstände in der so genannten „Noche de San Daniel“, die ihn politisch prägte. Ein Jahr später schockierte ihn die Erschießung aufständischer Unteroffiziere (Sargentos de San Gil), die ebenfalls entscheidend für seine politische Einstellung werden sollte. Von da an verabscheute er die Todesstrafe, den Bürgerkrieg und die schlechte Regierung. Er besuchte das Ateneo de Madrid, wo er die Bibliothek benutzte und Vorträge hörte. Diese Institution war bekannt für ihren Geist der Toleranz. Seine Familie wollte ihn vom Flanieren und seinen vielen Liebesabenteuern abhalten und nahm ihn 1867 mit zur Weltausstellung von Paris. Dort besuchte er Museen und lernte Balzacs Romane kennen. Er übersetzte auch Charles Dickens’ Pickwick Papers ins Spanische. Er selbst begann 1867 seinen ersten Roman, La Fontana de Oro, zu schreiben; dies ist der Beginn des modernen Romans in Spanien. 1868, in einem für die Geschichte Spaniens so bedeutenden Schlüsseljahr, kam Galdós nach Spanien zurück, wo die Septemberrevolution ausbrach, die er enthusiastisch begrüßte. Im Jahr darauf wurde er ohne Abschluss von seinem Jurastudium exmatrikuliert.

Text: “Benito Pérez Galdós”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Benito Pérez Galdós

44 bücher