Autor
Benvenuto Cellini
Italienischer Bildhauer und Goldschmied, Vertreter des Manierismus (1500–1571)
- Geboren
- 1. November 1500, Florenz
- Gestorben
- 13. Februar 1571, Florenz
- Staatsangehörigkeit
- Republik Florenz, Herzogtum Florenz und Frankreich
- Beruf
- Bildhauer, Schriftsteller, Medailleur, Autobiograf und Architekturzeichner
- Strömung
- Manierismus
- Wichtige Werke
- Nymphe von Fontainebleau · Perseus · Saliera · Ganymede · Ganymede with Eagle and Eaglet · Head of Medusa · Jupiter · Minerva with Shield
Leben und Werk
Benvenuto Cellini (* 3. November 1500 in Florenz; † 13. Februar 1571 ebenda) war ein vor allem in Florenz, Rom und Fontainebleau tätiger Goldschmied, Bildhauer und Medailleur des 16. Jahrhunderts. Er war zudem Autor von Traktaten zur Goldschmiedekunst und zur Bildhauerei sowie einer Autobiografie. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören die Bronzestatue des Perseus in Florenz und ein goldenes Salzfass (Saliera), heute in Wien.
Leben
Informationen zu Benvenuto Cellinis Leben sind vor allem aus seiner zwischen 1557 und 1564 verfassten Autobiografie, aber auch einer Reihe von Briefen, Verträgen und anderen Dokumenten zu entnehmen.
Jugend
Benvenuto Cellini wurde am 3. November 1500 in Florenz als Sohn des Baumeisters und geigespielenden Musikers Giovanni Cellini und seiner Frau Maria Elisabetta di Stefano Granacci im 21. Jahr ihrer Ehe geboren.
Sein Vater war Architekt von Verteidigungsanlagen im Dienste der Medici. Darüber hinaus arbeitete er in kunsthandwerklichen Bereichen und fertigte auch Musikinstrumente an. Seinem Willen gemäß sollte Benvenuto Musiker werden; dieser entschied sich aber mit 14 Jahren für das Goldschmiedehandwerk.
Nur mit Mühe erreichte Benvenuto, dass ihn sein Vater in die Lehre zu Michelangelo da Viviano, dem Vater seines späteren Konkurrenten und erklärten Gegners Baccio Bandinelli, gab. Als ihn der Vater bald darauf wieder zurücknahm, riss er aus und wechselte in die Werkstatt des Goldschmieds Antonio di Sandro ("Marcone"). 1516 wurde er wegen einer Schlägerei für sechs Monate aus Florenz verbannt, die er bei dem Goldschmied Francesco Castoro in Siena verbrachte. Angeblich auf Geheiß von Kardinal Giulio de’ Medici durfte er jedoch zurückkehren. Wenig später ging er nach Bologna, wo er für kurze Zeit bei einem – wie er in seiner Autobiografie schreibt – "maestro Ercole del Piffero", dann für den Miniaturmaler Scipio Cavaletti, arbeitete. Anschließend war er wieder in Florenz, das er jedoch wegen eines Streits mit seinem Bruder bald wieder verließ, um über Lucca nach Pisa zu wandern, wo er ein Jahr lang bei dem Goldschmied Ulivieri della Chiostra blieb und bei ihm "in Gold und Silber schöne und bedeutende Sachen" ("lavorai d’oro e di argento cose importanti e belle") schuf, bevor er nach Florenz zurückkehrte.
Text: “Benvenuto Cellini”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

