Autor
Bertha Eckstein-Diener
Österreichische Schriftstellerin und Reisejournalistin
- Geboren
- 18. März 1874, Wien
- Gestorben
- 20. Februar 1948, Genf
- Staatsangehörigkeit
- Österreich
- Beruf
- Journalistin, Historikerin, Schriftstellerin und Übersetzerin
Leben und Werk
Bertha Helene Diener, ab 1898 Bertha Eckstein und Bertha Eckstein-Diener (* 18. März 1874 in Wien, Österreich-Ungarn; † 20. Februar 1948 in Genf), besser bekannt unter ihrem Pseudonym Sir Galahad, war eine österreichische Schriftstellerin und Reisejournalistin. Ihr Buch Mütter und Amazonen, die erste auf Frauen fokussierte Kulturgeschichte, gilt als Klassiker der Matriarchatsforschung.
Leben
Bertha Helene Diener stammte aus einer Fabrikantenfamilie und bekam eine Ausbildung als höhere Tochter. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratete sie 1898 Friedrich Eckstein, einen Wiener Fabrikanten und Privatgelehrten. Wie ihr Mann wurde sie Mitglied in der Wiener Loge der Theosophischen Gesellschaft Adyar (Adyar-TG). Die Ecksteins mieteten in Baden bei Wien, Helenenstraße 19–21, das St.-Genois-Schlössl (heute: Villa Aichelburg), in dem sie einen Salon führten. Zu ihren Gästen zählten unter anderem Peter Altenberg, Karl Kraus, Adolf Loos sowie Arthur Schnitzler, der die Ecksteinvilla sowie den 1899 dort geborenen Sohn Percy in die Handlung seines 1911 uraufgeführten Dramas Das weite Land einfügte.
Im Jahr 1900 lernte sie den am Genfersee lebenden, wohlhabenden jüdischen Arzt Theodor Beer kennen und hatte mit ihm ab 1903 ein Verhältnis. 1904 verließ Bertha Ehemann und Sohn und unternahm ihre ersten großen Reisen, die sie unter anderem nach Ägypten, Griechenland und England führten. 1909 kam es deshalb zur Scheidung von Eckstein. Beer wurde 1904 ein 1905 zu seinen Ungunsten entschiedener Sittlichkeitsprozess gemacht, der einige öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zog. 1910 bekam sie einen weiteren Sohn, Roger Diener, dessen Vater Beer war und den sie in eine Pflegefamilie gab. Theodor Beer, durch das Gerichtsurteil seiner beruflichen wie gesellschaftlichen Stellung verlustig gegangen sowie kriegsbedingt verarmt, nahm sich 1919 am Tage der Versteigerung seiner Villa in Luzern das Leben. Roger nahm 1936 erstmals – zunächst brieflichen – Kontakt zu seiner Mutter auf, die ihn dann 1938 in Berlin besuchte. 1939 starb Friedrich Eckstein im Alter von 78 Jahren.
Text: “Bertha Eckstein-Diener”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Bertha Eckstein-Diener
1 buch

