Autor
C. V. Boys
Englischer Physiker
- Geboren
- 15. März 1855, Wing
- Gestorben
- 30. März 1944, St Mary Bourne
- Staatsangehörigkeit
- Vereinigtes Königreich
- Beruf
- Physiker
- Wichtige Werke
- Boys' radiomicrometer · Gravitationskonstante · Integraph
Leben und Werk
Sir Charles Vernon Boys, FRS (* 15. März 1855 in Wing in Rutland, England; † 30. März 1944 in St. Mary Bourne, Andover in Hampshire) war ein englischer Physiker.
Leben
Boys war der Sohn eines Pfarrers, besuchte die Schule in Marlborough und die Royal School of Mines. Noch auf der Schule erfand er ein Gerät zur mechanischen Integration, das er im Philosophical Magazine von 1881 beschrieb. Nach kurzer Zeit im Kohlebergbau nahm er das Angebot seines Physik-Professors Frederick Guthrie an und wurde dessen Assistent. Bekannt wurde er durch die Erfindung von Aufhängungen aus Quarzfasern in Messinstrumenten, die er zum Beispiel für ein Messinstrument für Wärmestrahlung verwendete und für die Wiederholung des Cavendish-Experimentes zur Bestimmung der Gravitationskonstante (Philosophical Transactions of the Royal Society 1895). Boys machte auch Fotografien schnell bewegter Objekte wie Gewehrkugeln und Blitze. Seine Faraday-Vorlesungen über Seifenblasen wurden als Buch veröffentlicht und gelten als Klassiker der Physik-Literatur.
1888 wurde er Fellow der Royal Society. 1889 bis 1897 war er Assistant Professor am Royal College of Science in South Kensington. Zusätzlich war er Prüfer für die Universität London und ab 1887 Berater der städtischen Gaswerke, wo er Untersuchungen über den Heizwert der Gase anstellte. 1939 ging er in den Ruhestand und zog aufs Land, wo er Unkräuter züchtete und darüber auch ein Buch schrieb.
Er war seit 1892 verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, sie endete aber 1910 in Scheidung nach einem Universitätsskandal in Cambridge. Seine Frau hatte ein Verhältnis mit dem Mathematiker Andrew Russell Forsyth, der daraufhin das Trinity College verlassen musste, was auch dessen Freund Alfred North Whitehead veranlasste, Cambridge zu verlassen.
Text: “Charles Boys”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von C. V. Boys
1 buch

