Porträt von Carl Gustaf Estlander
Foto: Albert Edelfelt · Wikimedia Commons

Autor

Carl Gustaf Estlander

Finnlandschwedischer Professor für Ästhetik und moderne Literatur, Publizist, Kunsthistoriker, Nordist und Romanist

Geboren
31. Januar 1834, Lappfjärd
Gestorben
28. August 1910, Helsinki
Staatsangehörigkeit
Großfürstentum Finnland
Beruf
Hochschullehrer, Kunsthistoriker, Literaturwissenschaftler, Romanist und Politiker

Leben und Werk

Carl Gustaf Estlander (* 31. Januar 1834 in Lappfjärd, Kristinestad; † 28. August 1910 in Helsinki) war ein finnischer (finnlandschwedischer) Kunsthistoriker, Romanist und Nordist.

Leben

Estlander studierte bei Fredrik Cygnaeus (1807–1881) in Helsinki. Er promovierte 1858 und 1859 mit den Schriften Richard Lejonhjärta [Löwenherz] i historien och poesin und Folksångerna om Robin Hood. Er hielt sich zu weiteren Studien in Dänemark, Deutschland, Belgien und Frankreich auf und war ab 1860 Dozent für Ästhetik und moderne Literatur in Helsinki. 1863 bereiste er neuerlich Deutschland und Frankreich (wo er mit Paulin Paris in Kontakt war), sowie England, Spanien und Italien, promovierte einmal mehr mit Bidrag till den provencaliska litteraturens historia (Helsinki 1868) und wurde 1868 Nachfolger von Fredrik Cygnaeus auf dem Lehrstuhl für Ästhetik und moderne Literatur an der Universität Helsinki.

1891 erhielt er den Ehrentitel Kanzleirat, 1898 Staatsrat.

Wirken

Estlander wirkte in schwedischer Sprache. Er gründete Zeitungen (wie Helsingfors Dagblad) und Zeitschriften, gab den Anstoß zum Bau des Kunstmuseums Ateneum in Helsinki und stand am Anfang der finnischen Kunstwissenschaft einschließlich ihrer angewandten Komponente, dem Kunstgewerbe. So initiierte er die Gründung der Zentralschule für Kunstgewerbe in Helsingfors (heute Teil der Aalto-Universität).

Er war auch ein früher Erforscher der Literatur in Finnland (namentlich das Werk von Runeberg), sowie der finnischen Romanistik (Werner Söderhjelm war sein Schüler). Er gehörte mehreren Akademien an, darunter der Kungliga Vetenskaps- och Vitterhetssamhället i Göteborg (seit 1878), der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften in Uppsala (seit 1890), der Kungliga Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien (seit 1904), und der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften (seit 1907).

Text: “Carl Gustaf Estlander”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Carl Gustaf Estlander

2 bücher