Porträt von Carl Sternheim
Foto: Franz Grainer · Wikimedia Commons

Autor

Carl Sternheim

Deutscher Dramatiker und Schriftsteller (1878-1942)

Geboren
1. April 1878, Leipzig
Gestorben
3. November 1942, Ixelles
Staatsangehörigkeit
Deutsches Reich
Beruf
Dramatiker, Dramaturg, Dichter, Schriftsteller und Kunstkritiker

Leben und Werk

William Adolf Carl Sternheim (genannt Carl von Sternheim; Vorname auch in der Schreibweise Karl; * 1. April 1878 in Leipzig; † 3. November 1942 in Brüssel) war ein deutscher Dramatiker und Autor von Erzählungen und Gedichten. In seinen Werken griff er besonders die Moralvorstellungen des Bürgertums der Wilhelminischen Zeit an.

Herkunft und Studium

Carl Sternheim war der Sohn des jüdischen Bankiers, Börsenmaklers und Zeitungsverlegers Carl Jakob Sternheim (1852–1918) und seiner Frau Rosa Maria Flora Sternheim geb. Francke (1856–1908). Seine Brüder waren der Filmproduzent Julius Sternheim (1881–1940) sowie Felix Sternheim (1882–1946), er hatte außerdem noch drei Schwestern, Maria (1879–1922), Gertrude Jeanette (1880–1958, verheiratete Jeaffreson), und Edith Lea (1883–1957, verheiratete Bing). Sein Onkel war der Journalist, Schriftsteller und spätere Direktor des Berliner Belle-Alliance-Theaters, Hermann Sternheim (1849–1916).

Carl Sternheim wuchs in Hannover und Berlin auf. 1897–1902 studierte er Philosophie, Psychologie und Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie in Göttingen und Leipzig ohne Abschluss.

Leben als Schriftsteller

Ab 1900 lebte und arbeitete Sternheim als freier Schriftsteller, zunächst in Weimar. Dort heiratete er 1900 Eugenie Hauth, die Tochter des Düsseldorfer Weingutbesitzers und Weingroßhändlers Eduard Hauth (1845–1901). 1901 wurde der Sohn Carlhans geboren. 1906 wurde die Ehe geschieden.

In zweiter Ehe war er ab 1907 mit Thea Sternheim geb. Bauer verheiratet. Mit ihr hatte er die Tochter Dorothea Elisabeth (1905–1954) und den Sohn Klaus Franz Nikolaus (1908–1946). Thea, Tochter eines vermögenden Fabrikanten, ermöglichte ihrem Mann Carl im Jahr 1908 den Bau der Villa Bellemaison in Höllriegelskreuth bei München mit einem eigenen Theater, wo seine Stücke aufgeführt werden konnten. Sternheim verkehrte hier mit Künstlern wie Mechtilde Lichnowsky, Max Reinhardt und Frank Wedekind, dessen Tochter er später heiratete, und baute eine Kunstsammlung auf. Ab 1908 gab er gemeinsam mit Franz Blei den ersten Jahrgang der Zeitschrift Hyperion heraus. Zu seinem Freundeskreis zählten Gottfried Benn, Carl Einstein, Franz Pfemfert, Walther Rathenau, Ernst Stadler, Hugo von Tschudi, Fritz von Unruh, Ivo Puhonny, Conrad Felixmüller und Otto Vrieslander.

Text: “Carl Sternheim”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Carl Sternheim

1 buch