Porträt von Carlo Goldoni
Foto: Didier Descouens · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Autor

Carlo Goldoni

Italienischer Komödiendichter (1707-1793)

Geboren
25. Februar 1707, Venedig
Gestorben
6. Februar 1793, Rue Dussoubs
Staatsangehörigkeit
Republik Venedig und Frankreich
Beruf
Dramatiker, Schriftsteller, Librettist, Drehbuchautor und Übersetzer
Wichtige Werke
Der Diener zweier Herren · Mirandolina · Lo speziale · La donna di garbo · Il bugiardo

Leben und Werk

Carlo Goldoni (* 25. Februar 1707 in Venedig; † 6. Februar 1793 in Paris) war ein venetischer Komödiendichter und Librettist.

Herkunft, Kindheit und Jugend

Carlo Goldoni ist nach seinem aus Modena stammenden Großvater Carlo Alessandro Goldoni benannt, der in Parma studiert und dort zwei venezianische Patrizier kennengelernt hatte, die ihn davon überzeugten, sich in Venedig niederzulassen und eine Position in der im Jahr 1506 eingerichteten Behörde zur Überwachung des Handels zu übernehmen (Cinque Savi sopra la mercanzia - Fünf Weise des Handels). Aus seiner ersten Ehe mit einer jungen Frau aus der Familie Barilli entstammt sein erster Sohn Giulio Goldoni, der Vater des Dichters. Danach lernte der Großvater eine wohlhabende Witwe kennen, die zwei Töchter hatte. Er heiratete die Witwe Margherita Salvioni und bestimmte eine von ihren Töchtern zur Ehefrau seines Sohnes Giulio. So kam die Familie insgesamt zu Vermögen. Goldoni schreibt in seinen Memoiren, er habe im Haus des Großvaters Theater- und Opernaufführungen gesehen: „Wie hätte ich das Theater verachten können? Wie hätte ich dem Frohsinn abhold sein sollen?“ Der Großvater sei 1712 gestorben und danach sei das Vermögen schnell zerschmolzen. Diese Darstellung aus den 1787 in Paris in französischer Sprache erschienenen Memoiren ist umstritten, es gibt auch an anderen Stellen Widersprüche zu den ab 1761 auf Italienisch abgefassten Erinnerungen – der Großvater soll schon 1703 gestorben sein:„In Wirklichkeit ist Carlo Goldoni der Ältere bereits seit vier Jahren tot, als der Enkel geboren wird....Nicht erst seit 1712, schon wesentlich früher befindet sich die Familie in desolaten Verhältnissen; Von allem Glanz bleibt nicht mehr übrig als das Marionettentheater...“. Goldonis Memoiren sind nicht nur an dieser Stelle kritisch zu lesen, vor allem die chronologischen Abläufe sind nicht immer korrekt. Das der Familie verbleibende Vermögen war groß genug, um eine Bibliothek zu unterhalten, Goldoni von Hauslehrern unterrichten zu lassen und ihm eine gehobene Erziehung zu geben, die es ihm erlaubte, sich schon als Schüler mit dramatischen Versuchen zu beschäftigen.

Text: “Carlo Goldoni”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Carlo Goldoni

2 bücher