Autor
Cesare Balbo
Italienischer Staatsmann und Schriftsteller
- Geboren
- 21. November 1789, Turin
- Gestorben
- 3. Juni 1853, Turin
- Staatsangehörigkeit
- Königreich Sardinien (1720-1861)
- Beruf
- Politiker, Schriftsteller, Historiker und Übersetzer
Leben und Werk
Cesare Balbo (* 21. November 1789 in Turin; † 4. Juni 1853 ebenda) war ein italienischer Staatsmann, Historiker und Schriftsteller. Er gilt als Vertreter des Neoguelfismus. Im Revolutionsjahr 1848 wurde er erster Ministerpräsident im Königreich Sardinien-Piemont, aus dem 13 Jahre später das Königreich Italien entstand.
Herkunft
Balbos Familie stammte aus Chieri, einem Ort, der zu damaliger Zeit unweit von Turin an der Straße nach Asti und Alessandria lag. Hier waren seine Vorfahren seit dem 13. Jahrhundert ansässig. Sein Großvater Carlo Gaetano Balbo, der mit Paola Benzo (oder Benso) di Mondonio verheiratet war, starb 1765 und hinterließ 3 Söhne. Prospero Balbo (2. Juli 1762–14. März 1837), der älteste von ihnen, war gerade 3 Jahre alt als sein Vater starb und wurde im Hause seines Adoptivvaters, Gian Lorenzo Bogino (21. Juli 1701–), aufgezogen. Dieser war der zweite Ehemann seiner Großmutter Teresa Maria Cristina, Tochter des Grafen Filippo di Pralormo und seit 1748 Witwe des Grafen Gaetano Maria Benso di Mondonio. Er war als dessen Adoptivsohn auch der Erbe des Anwesens der Bogino in Turin und eines Lehens in Vinadio, da Boginos erste Ehefrau 1739 und später auch deren zwei Söhne Vincenzo Francesco (1759) und Alessandro (1754) verstorben waren. Balbos Mutter war Enrichetta Tapparelli d’Azeglio e Laguasco, die bereits 1792 starb, so dass auch er und seine beiden jüngeren Geschwister Ferdinando und Paolina in der Obhut der Großmutter aufwuchsen. Später nahm der Vater die Kinder zu sich, nachdem er 1797 erneut geheiratet hatte. Madeleine des Isnards, war die Witwe des Grafen von Seguins-Vassieux von Carpentras und wurde die Stiefmutter Balbos.
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