Autor

Chapman Cohen

Britischer Freidenker und Schriftsteller

Geboren
1. September 1868, Leicester
Gestorben
4. Februar 1954, Warley Hospital
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
Beruf
Schriftsteller und Philosoph

Leben und Werk

Chapman Cohen (* 1. September 1868 in Leicester; † 4. Februar 1954) war ein britischer Freidenker und Schriftsteller.

Leben und Tätigkeit

Cohen war ein Sohn des Enoch Cohen und seiner Ehefrau Deborah, geb. Barnett. Da er nur kurzzeitig die Schule besuchte, bildete er sich weitgehend auf autodidaktische Weise selbst aus.

Cohen entwickelte sich bereits früh zu einem überzeugten Atheisten, wozu eigenen Angaben zufolge der Umstand beigetragen haben dürfte, dass er zeituntypisch keinen Religionsunterricht über sich ergehen lassen musste. Nachdem er durch einen Zufall 1889 im Londoner Victoria Park in eine öffentliche Debatte mit einem christlichen Prediger verwickelt worden war, entwickelte er sich rasch zu einem engagierten atheistischen Aktivisten: 1890 trat er in die National Secular Society (NSS), die Organisation der Atheisten im spätviktorianischen Großbritannien, ein. 1895 wurde er zum Vizepräsidenten dieser Organisation gewählt. Zwei Jahre später begann Cohen dann damit wöchentliche Artikel für die Zeitschrift The Freethinker beizusteuern, in denen er seine Ansichten darlegte und begründete. In der Folge entwickelte er sich rasch zu einem der prominentesten Atheisten in Großbritannien.

Häufig wird er in diesem Zusammenhang als der bedeutendste Atheist in Großbritannien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gekennzeichnet. Cohen selbst hat seine Haltung zur Religion später einmal zusammengefasst, er stehe dieser mit "entspannter Verachtung" ("easy-going contempt") gegenüber.

1898 wurde Cohen fester Redakteur beim The Freethinker. 1915 rückte er schließlich zum Chefredakteur der Zeitschrift auf, was er bis 1951 blieb. Seine atheistische Haltung war u. a. von der Lektüre von Autoren wie Spinoza, Locke, Hume, Berkeley und Plato geprägt, während er sich in seiner Argumentation vor allem auf materialistische Philosophie und die Erkenntnisse der Wissenschaft, zumal der Evolutionslehre, stützte. Außer seinen Beiträgen für den The Freethinker veröffentlichte Cohen eine große Zahl von atheistischen Pamphleten und Büchern (zum Teil Sammlungen seiner Zeitschriftenbeiträge), in denen er seine Überzeugungen verfocht. Nach seinem Tod wurde Cohen kremiert.

Text: “Chapman Cohen”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Chapman Cohen

3 bücher