Porträt von Charles Gide
Foto: J. Grand · Wikimedia Commons

Autor

Charles Gide

Französischer Nationalökonom und Genossenschaftsexpete

Geboren
29. Juni 1847, Uzès
Gestorben
12. März 1932, 16. Arrondissement von Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Wirtschaftswissenschaftler und Professor

Leben und Werk

Charles Gide (* 29. Juni 1847 in Uzès; † 14. März 1932 in Paris) war ein französischer Nationalökonom und Genossenschaftsexperte. Er war auch der Onkel von André Gide.

Leben und Werk

Der Sohn aus protestantischer Familie lehrte als Professor an den Universitäten von Bordeaux, Montpellier, an der Sorbonne und zuletzt am Collège de France, war aber auch im sozialen Bereich aktiv. So unterstützte er die Bewegung der Université populaire und die von Paul Desjardins 1892 gegründete Union pour la Vérité. Gide war ein großer Freund der Genossenschaftsidee, die er sowohl im agrarischen als auch im Bereich der Konsumgenossenschaften als Instrument klassenversöhnender Sozialisierung vertrat.

Anlässlich der Pariser Weltausstellung von 1889 (zum hundertsten Jahrestag der Französischen Revolution) entwarf Gide die Vision einer im Jahr 1989 realisierbaren „Kooperativen Republik“. Gides große Darstellung der politischen Ökonomie galt in Frankreich jahrzehntelang als Standardwerk, desgleichen seine gemeinsam mit Charles Rist verfasste Dogmengeschichte. Letztere wurde von Franz Oppenheimer ab 1913 in Deutschland in mehreren Auflagen herausgegeben (Geschichte der ökonomischen Lehrmeinungen). Gide war Gründer der Revue d’économie politique.

Bei L’Harmattan (Paris) eine umfassende Werkausgabe in französischer Sprache erschienen.

Seit 1914 war er auswärtiges Mitglied der Accademia dei Lincei. 1920 wurde er zum Mitglied der Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique gewählt.

Biografie

Christophe Charle; Eva Telkès: 28. Gide (Charles, Henri, Paul). In: Les professeurs du Collège de France – Dictionnaire biographique 1901-1939. Paris: Institut national de recherche pédagogique, 1988 (Histoire biographique de l’enseignement; 3), S. 81–83 (online).

Text: “Charles Gide”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Charles Gide

1 buch