Autor

Charles Louis L'Héritier de Brutelle

Französischer Botaniker

Geboren
15. Juni 1746, Paris
Gestorben
16. August 1800, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Botaniker

Leben und Werk

Charles Louis L’Héritier de Brutelle (* 15. Juni 1746 in Paris; † 16. August 1800 ebenda) war ein französischer Jurist und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „L’Hér.“

Leben und Wirken

Charles Louis L’Héritier de Brutelle wurde vom König als Verwaltungsbeamter (procureur du roi) der Forstbehörde (maîtrise des eaux et forêts) eingesetzt. Später war er als Berater an der Cour des Aides tätig.

Er gab in den Jahren 1784 bis 1785 in Paris das Werk Stirpes novae aut minus cognitae, quas descriptionibus et iconibus illustravit Carolus Ludovicus L’Héritier heraus. Seine Aufmerksamkeit galt vor allem den Storchschnabelgewächsen (Geraniaceae), die er in dem im Jahr 1792? publizierten, Geranologia betitelten Werk abhandelte. Ihm ist insbesondere die Unterscheidung der Gattungen Storchschnäbel (Geranium L.), Pelargonien (Pelargonium) und Reiherschnabel (Erodium L’Hér.) zu verdanken.

L’Héritier de Brutelle hinterließ ein Herbarium mit etwa 8000 Arten und eine bedeutende Bibliothek botanischer Werke.

Seine Errungenschaften auf dem Gebiet der Botanik wurden von seinen Zeitgenossen kaum beachtet, später jedoch von Carl Ludwig Willdenow und Augustin Pyrame de Candolle anerkannt und aufgewertet.

Ehrungen

Als Amateurbotaniker trat er im Jahr 1790 als botanischer Mitarbeiter (associé botaniste) in die Académie royale des sciences ein. Als diese im Jahr 1795 vom Nationalkonvent geschlossen und unter die Schirmherrschaft des neu gegründeten Institut de France gestellt wurde, nahm letztere ihn als Mitglied der Sektion für Botanik und Biophysik (section de botanique et physique végétale) auf.

Text: “Charles Louis L’Héritier de Brutelle”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Charles Louis L'Héritier de Brutelle

1 buch