Porträt von Christian Friedrich Daniel Schubart
Foto: Ernst Morace / After August Friedrich Oelenhainz · Wikimedia Commons

Autor

Christian Friedrich Daniel Schubart

Deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

Geboren
24. März 1739, Obersontheim
Gestorben
10. Oktober 1791, Stuttgart
Staatsangehörigkeit
Herzogtum Württemberg
Beruf
Dichter, Komponist, Schriftsteller, Journalist und Selbstverleger
Strömung
Sturm und Drang

Leben und Werk

Christian Friedrich Daniel Schubart (* 24. März 1739 in Obersontheim; † 10. Oktober 1791 in Stuttgart) war ein deutscher Dichter, Organist, Komponist und Journalist.

Historische Bedeutung erlangte er insbesondere durch seine scharf formulierten sozialkritischen Schriften, mit denen er die absolutistische Herrschaft und deren Dekadenz im damaligen Herzogtum Württemberg öffentlich anprangerte.

Leben

Als Sohn eines Pfarrvikars und Lehrers wuchs Schubart zunächst in Aalen auf. Er war dann Hauslehrer bei Johann Georg Blezinger in Königsbronn, mit dem ihn eine Freundschaft verband. Von 1763 bis 1769 lebte er in Geislingen an der Steige. 1769 wurde er als Organist und Musikdirektor an den württembergischen Hof nach Ludwigsburg berufen. Dort wurde er dem Adel und Klerus wegen seines lockeren Lebenswandels, seines mangelnden Respekts sowie seiner scharfen Kritik an Aristokratie und Geistlichkeit zusehends ein Dorn im Auge. Nach vier Jahren sah sich Herzog Carl Eugen gezwungen, ihn des Landes zu verweisen.

In Augsburg begann er 1774 die Herausgabe der Zeitschrift Teutsche Chronik (Erstausgabe am 31. März), in der vor allem gegen die Jesuiten polemisiert wurde. Als nach kurzer Zeit der Augsburger Magistrat den Druck des Journals verbot, wurde er in Ulm fortgesetzt, wohin Schubart 1775 ging, nachdem er aus Augsburg vertrieben worden war.

Weil er den Verkauf zwangsrekrutierter württembergischer Untertanen als Subsidientruppen an England für dessen Kolonialkriege anprangerte und Carl Eugens Mätresse Franziska von Hohenheim als „Lichtputze, die glimmt und stinkt“ verspottete, lockte man ihn zwei Jahre später mit Hilfe eines Spitzels nach Blaubeuren, um ihn auf württembergischem Territorium verhaften zu können (siehe: Schubartstube). Als er im Februar 1777 auf die Festung Hohenasperg gebracht und in den Kerker geworfen wurde, waren der Herzog und Franziska zugegen, denn die Genugtuung wollten sich die beiden Gekränkten nicht entgehen lassen.

Text: “Christian Friedrich Daniel Schubart”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Christian Friedrich Daniel Schubart

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