Porträt von Christian Fürchtegott Gellert
Foto: Anton Graff · Wikimedia Commons

Autor

Christian Fürchtegott Gellert

Philosoph der Aufklärung, deutscher Dichter

Geboren
4. Juli 1715, Hainichen
Gestorben
13. Dezember 1769, Leipzig
Staatsangehörigkeit
Kurfürstentum Sachsen
Beruf
Dichter, Hochschullehrer, Kirchenlieddichter, Philosoph und Schriftsteller
Wichtige Werke
Jesus lebt, mit ihm auch ich · Dies ist der Tag, den Gott gemacht · Die Himmel rühmen · Die Betschwester · Die zärtlichen Schwestern

Leben und Werk

Christian Fürchtegott Gellert (* 4. Juli 1715 in Hainichen; † 13. Dezember 1769 in Leipzig) war ein deutscher Dichter und Moralphilosoph der Aufklärung. Er galt zu Lebzeiten neben Christian Felix Weiße als meistgelesener deutscher Schriftsteller.

Leben

Gellert wuchs als fünfter Sohn einer Pastorenfamilie in ärmlichen Verhältnissen in Hainichen in Sachsen auf, besuchte aber ab 1729 die Fürstenschule St. Afra in Meißen. Sein älterer Bruder Christlieb Ehregott Gellert wurde als Metallurge und Mineraloge bekannt.

1734 nahm Gellert an der Universität Leipzig sein Studium der Theologie und Philosophie auf, das er 1739 aber aus Geldmangel für ein Jahr unterbrechen musste. Bereits im Vorjahr war ein erster Versuch, als Prediger aufzutreten, an seiner Schüchternheit gescheitert. In der Folge hielt er sich mit Privatstunden und der Erziehung junger Adliger über Wasser und machte sich mit französischer und englischer Literatur vertraut. Auch arbeitete der Aufklärer an der Übersetzung der Enzyklopädie Bayles mit, die Johann Christoph Gottsched in Angriff genommen hatte. Er schloss sein Studium 1744 mit einer Dissertation über Theorie und Geschichte der Fabel ab. Während der Schul- und Studienzeit lernte er unter anderem Karl Christian Gärtner, Johann Andreas Cramer, Johann Adolf Schlegel, Johann Arnold Ebert, Nikolaus Dietrich Giseke und Friedrich Gottlieb Klopstock kennen und wirkte als Herausgeber an den Bremer Beiträgen mit.

Seit 1745 hielt Gellert als akademischer Lehrer in Leipzig Vorlesungen über Poesie, Beredsamkeit und Moral. 1751 wurde er zum außerordentlichen Professor für Philosophie ernannt und war seitdem als Hochschullehrer tätig. Seine Vorlesungen über Moral erregten bei den Zeitgenossen großes Aufsehen. So bezeichnete Goethe, der bei ihm als Student Poetikvorlesungen besuchte, seine Morallehre als „Fundament der deutschen sittlichen Kultur“.

Text: “Christian Fürchtegott Gellert”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Christian Fürchtegott Gellert

2 bücher