Porträt von Christian Garve
Foto: Eberhard Siegfried Henne · Wikimedia Commons

Autor

Christian Garve

Deutscher Philosoph

Geboren
7. Januar 1742, Breslau
Gestorben
1. Dezember 1798, Breslau
Staatsangehörigkeit
Königreich Preußen
Beruf
Philosoph, Hochschullehrer, Übersetzer, Mathematiker und Schriftsteller

Leben und Werk

Christian Garve (* 7. Januar 1742 in Breslau; † 1. Dezember 1798 ebenda) zählte in der Spätaufklärung neben Immanuel Kant und Moses Mendelssohn zu den bekanntesten Philosophen Deutschlands.

Biographie

Christian Garve wurde in eine Handwerkerfamilie geboren und starb 56-jährig in seinem Elternhaus. Er studierte an der Brandenburgischen Universität Frankfurt und der Friedrichs-Universität Halle. 1766 wurde er Magister der Philosophie. 1770–72 wurde er außerordentlicher Professor für Mathematik und Logik in Leipzig und lehrte dort. Ab 1772 war er in Breslau und wurde dort unter anderem Buchhändler. Er hielt sich aber die längste Zeit seines Lebens bei seiner Mutter in Breslau auf. In dieser Stadt wurde der Aufklärer Mitglied der Freimaurerloge Friedrich zum goldenen Zepter. Garve war Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.

Bekannt wurde Garve vor allem durch seine rege Übersetzungstätigkeit (unter anderem Ciceros De officiis, Adam Smith: Der Wohlstand der Nationen). Er schrieb psychologische, moralphilosophische und ökonomische Schriften und Rezensionen für die Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste. Er war stark von der englischen und schottischen Aufklärung bzw. der stoischen Ethik geprägt. Sein ausführliches Nachwort zu seiner Übersetzung der Institutes of Moral Philosophy von Adam Ferguson beeindruckte den jungen Friedrich Schiller tief, noch viele Jahre später wusste er lange Passagen aus Garves Schrift auswendig und erinnerte sich mit Hochachtung an Garve als den „philosophischen Stern seiner Jugend“.

Text: “Christian Garve”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Christian Garve

1 buch