Autor
comte de Lautréamont
Französischer Schriftsteller (1846-1870)
- Geboren
- 4. April 1846, Montevideo
- Gestorben
- 24. November 1870, 9. Arrondissement von Paris
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich und Uruguay
- Beruf
- Dichter und Schriftsteller
- Wichtige Werke
- Die Gesänge des Maldoror · Poems I
Leben und Werk
Lautréamont, auch Comte de Lautréamont, Pseudonym für Isidore Lucien Ducasse (* 4. April 1846 in Montevideo, Uruguay; † 24. November 1870 in Paris), war ein französischer Dichter, dessen zwei einzige Werke, Die Gesänge des Maldoror und Poésies, auf die Literatur der Moderne und namentlich auf den Surrealismus großen Einfluss ausübten.
Leben
Lautréamonts Leben und die genauen Umstände seines Todes lagen jahrzehntelang im Dunklen. Außer der Geburts- und Sterbeurkunde und sechs Briefen war nichts über ihn bekannt. Mittlerweile sind einige Daten und Marginalien recherchiert, 1977 wurde sogar eine Fotografie von ihm gefunden, 1980 hat man einen siebten Brief an Victor Hugo entdeckt. Dennoch gehört seine Biographie zu den großen Unbekannten der Literaturgeschichte.
Über sein Leben ist nicht viel mehr bekannt, als dass er 1846 in Montevideo geboren wurde, später in Paris lebte und mit 24 Jahren in einem Hotel verstarb. Im Jahr 1868 übergab er einem Verleger das Manuskript seiner Chants de Maldoror („Die Gesänge des Maldoror“), der das Buch, kaum dass es gedruckt war, jedoch wieder aus dem Handel zog. Es erschien erst 1874, vier Jahre nach Lautréamonts Tod.
Das Pseudonym Lautréamont, das Ducasse 1869 aus Vorsicht vor der Zensur im Zweiten Kaiserreich in Frankreich für die Herausgabe seiner Dichtung wählte, ist Eugène Sues „Latréaumont“ entnommen, einem populären Schauerroman von 1837 mit einem blasphemischen Anti-Helden. Lautréamont paraphrasierte den Titel wahrscheinlich als l’autre Amon (der andere Amon – der Engel des Bösen). Nach anderer Deutung steht es für „die andere Seite des Flusses“ (l’autre Amont).
Text: “Comte de Lautréamont”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

