Autor
Cora L. V. Richmond
US-amerikanische Spiritistin und Schriftstellerin
- Geboren
- 21. April 1840, Cuba
- Gestorben
- 3. Januar 1923, Chicago
- Staatsangehörigkeit
- Vereinigte Staaten
- Beruf
- Lecturer und Schriftstellerin
Leben und Werk
Cora L. V. Richmond (* 21. April 1840 bei Cuba, Allegany County, New York als Cora Lodenica Veronica Scott; † 2. Januar 1923 in Chicago, Illinois) war eine US-amerikanische Spiritistin und Schriftstellerin, die als Medium und Rednerin in den 1850er und 1860er Jahren in den USA landesweit bekannt wurde. Außer als Cora (L. V.) Scott und Cora (L. V.) Richmond trat sie auch mit ihren jeweiligen Ehenamen als Cora (L. V.) Hatch, Cora (L. V.) Daniels und Cora (L. V.) Tappan auf.
Leben
Cora Scott wurde als Tochter des Müllers David W. Scott, Jr. und von Lodenica Veronica Butterfield in der Nähe von Cuba im Bundesstaat New York geboren. Als Cora zehn Jahre alt war, traten ihre Eltern in die Hopedale Community von Adin Ballou ein, ehe sie ein Jahr später nach Wisconsin zogen, mit dem Ziel, eine eigene Gemeinschaft nach dem Vorbild Hopedales aufzubauen. Mit elf Jahren zeigte Scott erstmals Verhaltensweisen, die ihr Umfeld so interpretierten, dass ein Geist über sie Kontakt mit den Lebenden aufnehmen wolle; insbesondere begann sie, offenbar schlafend Texte zu schreiben. Der von Scott besitzergreifende Geist soll angeblich Adin Ballous verstorbener Sohn Adin Augustus Ballou gewesen sein. Ihr Vater gab daraufhin seine Träume von einer eigenen Gemeinschaft auf und begann, seine Tochter als Medium zu bewerben. In der Öffentlichkeit trat sie als Cora L. V. Scott auf; die Initialen waren inspiriert durch die Vornamen ihrer Mutter, die ebenfalls begann, sich als Medium zu betätigen.
Als ihr Vater zwei Jahre später verstarb, ging Scott zunächst nach Buffalo, wo sie eine Stelle als Predigerin in einer Spiritistengemeinde annahm. Mit 16 Jahren heiratete sie den fast dreimal so alten Benjamin Hatch, der ihr Manager wurde. Cora Hatch zog mit ihrem Ehemann nach New York City und intensivierte dort ihre Betätigungen als öffentliche Predigerin. Häufig betrat sie die Vortragshalle bereits im Trancezustand, ließ sich vom Publikum ein Thema vorgeben und hielt dann – immer noch in Trance – eine thematisch passende Predigt. Häufig redete sie über poetische oder metaphysische Fragestellungen. Für gläubige Spiritisten waren es neben dem Geist von Adin Augustus Ballou unter anderem die Geister von Andrew Jackson, Benjamin Rush und Theodore Parker, die angeblich über Hatch als Medium Botschaften an die Nachwelt richten wollten. 1858 ließ sie sich von Benjamin Hatch scheiden, den sie der Untreue und der Ausbeutung beschuldigte. Sowohl unter Spiritisten als auch unter Feministinnen wurde Cora Hatch deshalb gefeiert.
Text: “Cora Richmond”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Cora L. V. Richmond
1 buch

