Autor
Daniel Bernoulli
Schweizer Mathematiker und Physiker
- Geboren
- 8. Februar 1700, Groningen
- Gestorben
- 17. März 1782, Basel
- Staatsangehörigkeit
- Schweiz
- Beruf
- Mathematiker, Physiker, Hochschullehrer, Wirtschaftswissenschaftler und Arzt
- Wichtige Werke
- Moral Expectation · Sankt-Petersburg-Paradoxon · Hydrodynamica · Strömung nach Bernoulli und Venturi
Leben und Werk
Daniel Bernoulli (* 29. Januarjul. / 8. Februar 1700greg. in Groningen; † 17. März 1782 in Basel) war ein Schweizer Mathematiker und Physiker aus der Gelehrtenfamilie Bernoulli. Er arbeitete mit Leonhard Euler an den Gleichungen, die ihre Namen tragen. Die nach ihm benannte Bernoulli-Gleichung ist von überragender Bedeutung in der Hydraulik und Aerodynamik.
Leben
Bernoulli war der Sohn des Mathematikers Johann I Bernoulli und dessen Ehefrau Dorothea Falkner. Der Mathematiker Nikolaus II Bernoulli war sein Bruder, der Mathematiker Jakob I Bernoulli (1655–1705) sein Onkel. Mit fünf Jahren kam Bernoulli zusammen mit seiner Familie nach Basel.
Ab seinem 16. Lebensjahr studierte Bernoulli in Basel Medizin und wechselte 1718 nach Heidelberg. Nach einem Aufenthalt 1719 in Strassburg kehrte Bernoulli nach Basel zurück. Dort wurde er im darauffolgenden Jahr zum Dr. med. promoviert. Da von keiner Universität ein Ruf an ihn erging, unternahm Bernoulli 1723 eine Studienreise nach Venedig, um sich dort beim Stadtphysikus Pietro Antonio Michelotti weiterzubilden. Während seiner dortigen Assistenz machte Bernoulli Bekanntschaft mit dem Kartenspiel Pharo.
Mit einem kurzen Text über dieses Kartenspiel debütierte er als Mathematiker; mit Arbeiten über die Riccati-Gleichung wurde er europaweit bekannt. 1725 wurde Bernoulli zusammen mit seinem Bruder an die Russische Akademie der Wissenschaften nach Sankt Petersburg berufen. In einem Brief an Christian Goldbach vom 6. Oktober 1729 gab Bernoulli als erster eine mögliche Darstellung der Gammafunktion an. Stadt, Land und Arbeitsplatz gefielen Bernoulli überhaupt nicht, und so nahm er 1733 eine Erkrankung zum Anlass für seine Heimreise. Im selben Jahr wurde er Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften. Er kehrte nach Basel zurück und lehrte an der Universität Basel bis an sein Lebensende. 1733 übernahm er den Lehrstuhl für Anatomie und Botanik und wechselte zehn Jahre später auf einen Lehrstuhl für Anatomie und Physiologie. Aber 1750 erfüllte sich dann Bernoullis Traum, als man ihn mit dem Lehrstuhl für Physik betraute. Zweimal (1744 und 1756) amtierte er als Rektor der Universität. 1746 wurde er als auswärtiges Mitglied in die Königlich Preussische Akademie der Wissenschaften zu Berlin aufgenommen. 1748 wurde er Mitglied der Académie des sciences.
Text: “Daniel Bernoulli”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Daniel Bernoulli
1 buch

