Daniel Defoe (* vermutlich Anfang 1660 in London als Daniel Foe; † 24. Apriljul. / 5. Mai 1731greg. ebenda) war ein englischer Schriftsteller in der Frühzeit der Aufklärung, der durch seinen Roman Robinson Crusoe weltberühmt wurde. Defoe gilt damit als einer der Begründer des englischen Romans.
Name
Daniel Foe wurde als Sohn des James Foe, eines wohlhabenden Londoner Talghändlers und Mitglied der Worshipful Company of Butchers („Ehrwürdige Gesellschaft der Metzger“, also der Metzgerzunft), und dessen Ehefrau Annie geboren. Das Geburtsjahr und der Geburtsort sind nicht sicher überliefert. Verschiedene Quellen nennen die Jahre 1659 bis 1662 als wahrscheinlich. Die Fore Street, Pfarrei St. Giles Cripple, London, wird allgemein als sein Geburtsort angesehen. Daniel Foe fügte später seinem Namen ein De an, wodurch sein Name einen aristokratischen Klang bekam.
Frühe Jahre
Seine ersten Lebensjahre wurden von mehreren Katastrophen begleitet. 1665 erlebte er die Große Pest von London, bei der ein Fünftel der Londoner Bevölkerung starb. 1666 ereignete sich der Große Brand von London. Das Feuer zerstörte vier Fünftel der City of London, darunter die meisten mittelalterlichen Bauten, und machte etwa 100.000 Einwohner obdachlos. Foes Haus und zwei Nachbarhäuser wurden verschont. Am 19. Juni 1667 ereignete sich der Überfall im Medway. Dabei drangen niederländische Schiffe über die Mündung der Themse in den Fluss Medway ein und eroberten oder verbrannten dort eine größere Anzahl Kriegsschiffe der englischen Royal Navy. Als er etwa zehn Jahre alt war, starb seine Mutter Annie Foe.