Porträt von David Ricardo
Foto: Thomas Phillips · Wikimedia Commons

Autor

David Ricardo

Britischer Nationalökonom

Geboren
18. April 1772, London
Gestorben
11. September 1823, Gatcombe Park
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland und Königreich Großbritannien
Beruf
Wirtschaftswissenschaftler, Börsenmakler, Philosoph, Politiker und Schriftsteller
Wichtige Werke
An Essay on the Influence of a Low Price of Corn on the Profits of Stock · The High Price of Bullion

Leben und Werk

David Ricardo (* 18. April 1772 in London; † 11. September 1823 in Gatcombe Park) war ein britischer Wirtschaftswissenschaftler und ein führender Vertreter der klassischen Nationalökonomie.

Leben

David Ricardo wurde am 18. April 1772 als drittes von 17 Kindern in eine sephardische jüdische Familie geboren. Diese stammte ursprünglich aus Portugal und war erst kurz zuvor aus den Niederlanden nach London immigriert. Ricardos Vater war als Börsenmakler tätig und galt als einer der reichsten Männer seiner Zeit. Dieser führte seinen Sohn im Alter von 14 Jahren in seinen Beruf ein, nahm ihn mit zur Londoner Börse und ließ ihn dort arbeiten.

Im Alter von 21 Jahren brach er jedoch aus religiösen Gründen mit seinem Vater, wurde Unitarier und heiratete die Quäkerin Priscilla Anne Wilkinson. Ricardos Vater enterbte seinen Sohn und brach den Kontakt ab. Ricardo erhielt von Freunden ein Darlehen und eröffnete bald ein eigenes Maklerbüro. Durch dessen Erfolg kam er bereits wenige Jahre später zu Reichtum, was ihm bald erlaubte, sich aus dem Geschäftsleben zurückzuziehen.

Neben seinen Geschäften befasste sich Ricardo mit Mathematik und Naturwissenschaften. Nach der Lektüre des Werkes The Wealth of Nations von Adam Smith (1723–1790) befasste er sich ab 1799 intensiv mit der Ökonomie. Zunächst fertigte er nur Studien an; 1809 veröffentlichte er erstmals kritische Zeitungsbeiträge. Ab 1814 beschäftigte er sich ausschließlich mit seinen Studien. Intellektuell geprägt wurde Ricardo unter anderem von James Mill (Vater des Philosophen John Stuart Mill), der sein politischer und redaktioneller Berater wurde. Weitere Freunde waren der utilitaristische Philosoph Jeremy Bentham und Thomas Malthus, der für seine Theorie bekannt ist, dass die Bevölkerung tendenziell schneller wächst als das Nahrungsmittelangebot – eine Idee, die Ricardo akzeptierte. Den Zeitgenossen zufolge war Ricardo im Umgang ein „freundlicher, nie rechthaberischer, überlegter und etwas zurückhaltender Mensch“.

Text: “David Ricardo”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von David Ricardo

2 bücher