Duncan Campbell Scott (* 2. August 1862 in Ottawa; † 19. Dezember 1947 ebenda) war ein kanadischer Dichter und Erzähler.
Er wird, neben Charles G. D. Roberts, Archibald Lampman und Bliss Carman, zu den Confederation Poets (oder auch „Confederation Group“) gezählt, einer Gruppe von Lyrikern deren Werk das von der Konföderation inspirierte nationale Bewusstsein zum Ausdruck brachte.
Leben
Scott musste seine schulische Ausbildung aus finanziellen Gründen nach dem Junior-College 1879 abbrechen und nahm eine Stelle beim Department of Indian Affairs and Northern Development an. Er arbeitete hier bis 1932 und hatte zuletzt die Stelle eines deputy superintendent inne.
Scott, der in seiner Jugend eine Klavierausbildung absolviert hatte, hatte zunächst musikalische Ambitionen. Erst Ende der 1880er Jahre begann er ermutigt von seinem Freund Archibald Lampman regelmäßige Beiträge für das Scribner's Magazine zu schreiben. 1892/93 verfasste er mit Lapman und William Wilfred Campbell eine wöchentliche Kolumne unter dem Titel At the Mermaid Inn für die Zeitschrift Globe. 1893 erschien sein erster Gedichtband The Magic House and Other Poems, dem sieben weitere folgten. Sein erster Band mit Kurzgeschichten erschien 1896 unter dem Titel In the Village of Viger.
In seinen Erzählungen und Gedichten thematisierte Scott häufig Leben und Kultur der indianischen Ureinwohner, die er auf Kanureisen in den Norden Ontarios mit seinem Freund Lapman in den 1890er Jahren kennenlernte. Nach dem Tod Lampmans 1899 betreute er die Herausgabe von mehreren seiner Gedichtbände.