Porträt von E. Walter Maunder
Foto: Hector Macpherson · Wikimedia Commons

Autor

E. Walter Maunder

Englischer Astronom und Bibelforscher

Geboren
12. April 1851, London
Gestorben
21. März 1928, London
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich
Beruf
Astronom

Leben und Werk

Edward Walter Maunder (* 12. April 1851 in London; † 21. März 1928 ebenda) war ein englischer Astronom und Bibelforscher, der insbesondere durch seine Arbeiten zum Sonnenmagnetismus und dessen Einfluss auf die Erde bekannt wurde.

Werdegang

Maunder wurde als jüngstes Kind eines Methodistenpredigers geboren. Er besuchte das King’s College der University of London, ohne das Studium abzuschließen. Er finanzierte sein Studium mit einer Anstellung in einem Bankhaus.

1873 trat er eine Stelle als Assistent für Spektroskopie am Royal Greenwich Observatory an. Zu seinen Aufgaben gehörte das Photographieren und Ausmessen von Sonnenflecken. Dabei entdeckte er, dass die Breitengrade, auf denen Sonnenflecken erscheinen, mit dem 11-jährigen Schwabezyklus der Sonnenfleckenhäufigkeit variieren. 1904 veröffentlichte er seine Ergebnisse in Form der Schmetterlingsgraphik.

Ab 1891 wurde er in seinen photographischen Arbeiten von seiner späteren Frau Annie Maunder, geb. Annie Scott Dill Russell, unterstützt. Sie war Astronomin und eine am Girton College in Cambridge ausgebildete Mathematikerin, die einen Hilfsjob als „menschlicher Computer“ am Royal Observatory erhalten hatte.

Spörer hatte 1887 als Erster einen Zeitabschnitt niedriger Sonnenfleckenaktivität von 1645 bis 1715 festgestellt. Dieser ist heute als Maunderminimum bekannt. Maunder hat diese Entdeckung in England bekannt gemacht und später in einem illustrierten Wissenschaftsmagazin mit eigenen Daten verifiziert.

Er beobachtete auch den Mars und war sehr skeptisch in der Frage der Marskanäle. Versuche überzeugten ihn, dass es sich um optische Täuschungen handeln müsste. Entgegen damals weit verbreiteter Meinung verneinte er auch die Möglichkeit von Leben auf dem Mars, zumindest in der Form wie auf der Erde. Er stützte dies zum einen auf die tiefen Temperaturen und zum andern auf das Fehlen temperaturausgleichender Winde. Nach ihm und seiner Frau wurden ein Mondkrater, ein Marskrater und 2013 der Asteroid (100940) Maunder benannt.

Text: “Edward Walter Maunder”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von E. Walter Maunder

2 bücher