Porträt von Ebenezer Howard
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Autor

Ebenezer Howard

Britischer Stadtplaner und Erfinder der Gartenstadt

Geboren
29. Januar 1850, Fore Street
Gestorben
1. Mai 1928, Welwyn Garden City
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich
Beruf
Architekt, Esperantist, Stadtplaner und Landschaftsarchitekt
Wichtige Werke
Gartenstadt · Garden Cities of To-morrow · Town and Country Planning Association

Leben und Werk

Sir Ebenezer Howard (* 29. Januar 1850 in London; † 1. Mai 1928 in Welwyn Garden City, Hertfordshire, England) war ein britischer Sozialreformer und Autodidakt und gilt als der Erfinder der Gartenstadt.

Leben

Howard begann in London als Büroangestellter in der City und bildete sich zu einem begehrten Stenotypisten aus. Diesen Beruf übte er fast bis zu seinem Lebensende aus. Während eines Aufenthalts in den USA (1872 bis 1877) lernte er die Dichter Walt Whitman und Ralph Waldo Emerson kennen und bewundern. Howard begann über ein besseres Leben und dessen Verwirklichung nachzudenken.

Leistungen

1888 las er Edward Bellamys Utopie Looking Backward, deren Lektüre sein weiteres Leben bestimmen sollte. Sie regte den Briten zu der Idee der Gartenstadt an, die er 1898 in seinem zentralen Werk Tomorrow. A Peaceful Path to Real Reform (2. Auflage 1902 unter dem Titel Garden Cities of Tomorrow) darlegte. Der deutsche Autor Theodor Fritsch hatte 1896 unter dem Titel Die Stadt der Zukunft eine Schrift veröffentlicht, die markante Parallelen zu Howards Stadtplanungskonzept aufweist. Im Vorwort zur zweiten Auflage wirft dieser Howard auch unverhohlen Plagiat vor. Nach Aussage Howards sollte die Gartenstadt eine unabhängige Stadt, nicht nur ein Vorort, sein. Die Gartenstadt liegt nach Howards Konzeption mitten im Grünen und soll sowohl ländliche Wohnsiedlungen als auch Fabriken und alle kulturellen Annehmlichkeiten beherbergen. Howards Vorschläge gehen wesentlich weiter als das, was später vielfach in Deutschland als „Gartenstädte“ gebaut wurde: Seine Vorschläge waren nicht nur städtebaulicher Natur, sondern auch stark von sozialreformerischen Ideen geprägt: Grund und Boden der Gartenstädte sollte sich zur Vermeidung von Spekulation in gemeinschaftlichem Besitz befinden, Kapitalerträge sollten in die Gemeinschaftseinrichtungen fließen, die Mieten gering gehalten werden. Räumlich schwebte ihm ein System mehrerer Gartenstädte vor mit einer Zentralstadt von rund 58 000 Einwohnern und einem Ring kleinerer Gartenstädte mit je rund 32 000 Einwohnern. Das Wachstum der Städte sollten Grünzäsuren verhindern. Die Anlage der Gartenstädte selbst sind seinem Modell zufolge geprägt von ringartigen Wohngebieten um einen „Central Park“ als Mittelpunkt (radial-konzentrischer Typ). Hier befinden sich kulturelle Einrichtungen und der „Crystal Palace“ eine gedeckte Ladenpassage die ein Vorbild in dem von Joseph Paxton 1855 geplanten Great Victorian Way gehabt haben dürfte. Radiale Boulevards stellen die Verknüpfung der Mitte und der Wohngebiete mit der umgebenden Landschaft her, eine ringförmige, grüne „Grand Avenue“ unterbricht die Wohnringe. Außen befindet sich ein Gewerbegürtel und die Eisenbahnlinie, die die Gartenstädte miteinander verbindet. Howard dachte die Garden City als dritten Pol und Ausgleich des Gegensatzes (Antagonismus)' von Stadt und Land, wie auch in seiner Bezeichnung „Town-Country“ deutlich wird. Dieses Gesamtkonzept im Gegensatz zum Stadtteil „Gartenstadt“ lässt sich unter dem Begriff „Stadt in der Landschaft“ zusammenfassen.

Text: “Ebenezer Howard”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

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