Autor
Edouard Dujardin
Französischer Schriftsteller
- Geboren
- 10. November 1861, Saint-Gervais-la-Forêt
- Gestorben
- 31. Oktober 1949, Paris
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Schriftsteller, Dichter, Dramatiker, Kurzgeschichtenautor und Essayist
- Wichtige Werke
- Les lauriers sont coupés
Leben und Werk
Édouard Dujardin (* 10. Oktober 1861 in Saint-Gervais-la-Forêt; † 31. Oktober 1949 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Redakteur sowie Gesellschafts-, Literatur- und Kunstkritiker.
Leben
Édouard Dujardin war befreundet mit Stéphane Mallarmé und den französischen Symbolisten. 1885 begründete er die Revue Wagnérienne. Von 1917 bis 1928 leitete er die Cahiers Idéalistes Francais. In den 1930er Jahren radikalisierte sich seine Sicht auf die Gesellschaft. Auf dem antifaschistischen „Internationalen Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur“ (Paris 1935) hielt er eine Rede, in der er vehement für „eine neue Kultur“ plädierte: „Die Revolution darf weder die Kultur noch die Einrichtungen der alten Gesellschaft übernehmen.“ Seine Rede endete: „Das Proletariat braucht eine proletarische Kultur. Die Revolution braucht eine revolutionäre Kultur.“. Er selbst veröffentlichte allerdings in der Zeit der deutschen Besatzung (1940–1944) auch Schriften, die als kollaborationsnah gelten.
Dujardin gilt mit seinem Roman Les lauriers sont coupés (1887) (deutsch: Geschnittener Lorbeer, Die Lorbeerbäume sind geschnitten) als Vorläufer der Erzähltechnik des Bewusstseinsstroms. Er hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Romans im 20. Jahrhundert, insbesondere bei Marcel Proust und James Joyce. Der österreichische Schriftsteller Arthur Schnitzler führte nach der Lektüre seines Romans diese Technik in die deutsche Literatur ein.
Text: “Édouard Dujardin”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

