Porträt von Eduard Bernstein
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Autor

Eduard Bernstein

Deutscher Politiker (SPD, USPD), MdR und Theoretiker (1850–1932)

Geboren
6. Januar 1850, Schöneberg
Gestorben
18. Dezember 1932, Berlin
Staatsangehörigkeit
Deutsches Kaiserreich und Weimarer Republik
Beruf
Philosoph, Schriftsteller, Wirtschaftswissenschaftler, Redakteur und Historiker

Leben und Werk

Eduard Bernstein (geboren 6. Januar 1850 in Berlin-Friedrichstadt; gestorben 18. Dezember 1932 in Berlin-Schöneberg) war ein deutscher sozialdemokratischer Theoretiker und Politiker in der SPD und zeitweilig der USPD. Er gilt als Begründer des theoretischen Revisionismus innerhalb der SPD. Während der Zeit des repressiven Sozialistengesetzes zwischen 1878 und 1890 schrieb er in der Zeitung Der Sozialdemokrat unter dem Pseudonym Leo.

Leben

Bernsteins Eltern gehörten der jüdischen Reformgemeinde an, sein Vater war Lokomotivführer. Bernstein besuchte – trotz Geldmangels der Familie – das Gymnasium, musste es aber 1866 mit 16 Jahren aus finanziellen Gründen verlassen. Von 1866 bis 1878 arbeitete er als Bankkaufmann. 1872 stieß er zu den „Eisenachern“ und trat der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) bei. Er bereitete zusammen mit August Bebel und Wilhelm Liebknecht den Einigungsparteitag der SDAP mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein von 1875 in Gotha vor. Die auf dem Parteitag mit der Konzeption des Gothaer Programms vereinigte Partei wurde als Sozialistische Arbeiterpartei (SAP) konstituiert.

1877 trat Bernstein aus der jüdischen Gemeinde aus. Gleichwohl setzte er sich publizistisch weiterhin für jüdische Belange ein und engagierte sich namentlich in der Zeit der Weimarer Republik für den Zionismus (siehe unten).

Nach 1878 war er Privatsekretär des sozialdemokratischen Mäzens Karl Höchberg und arbeitete zur Zeit der Bismarckschen Sozialistengesetze, in der die Aktivitäten der Sozialdemokratie außerhalb des Reichstags verboten waren, zunächst in Zürich. Zwischen 1880 und 1890 war Bernstein Redakteur der Zeitung Der Sozialdemokrat. 1888 wurde er auf preußisches Betreiben aus der Schweiz ausgewiesen und lebte von da an in London. Dort hatte er enge Verbindung zu Friedrich Engels. Nach der 1890 erfolgten Aufhebung der Sozialistengesetze und der Umbenennung der SAP in „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ (SPD) im selben Jahr entstand 1891 das marxistische Erfurter Programm, das Bernstein zusammen mit Karl Kautsky entworfen hatte.

Text: “Eduard Bernstein”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Eduard Bernstein

2 bücher