Porträt von Egon Erwin Kisch
Foto: Sam Hood · Wikimedia Commons

Autor

Egon Erwin Kisch

Deutschsprachiger Schriftsteller, Journalist und Reporter

Geboren
29. April 1885, Prag
Gestorben
31. März 1948, Prager Neustadt
Staatsangehörigkeit
Tschechoslowakei, Österreich-Ungarn und Österreich
Beruf
Schriftsteller, Journalist, Reporter und Schauspieler

Leben und Werk

Egon Erwin Kisch (eigentlich Egon Kisch; geboren am 29. April 1885 in Prag; gestorben am 31. März 1948 ebenda) war ein österreichischer, später tschechoslowakischer Schriftsteller, Journalist und Reporter. Er gilt als einer der bedeutendsten Reporter in der Geschichte des Journalismus und als wichtiger Vertreter der Prager deutschen Literatur. Nach dem Titel eines seiner Reportagebände ist er als „der rasende Reporter“ bekannt.

Kindheit und Jugend

Egon Kisch wuchs in einer deutschsprachigen Familie auf. Er war der zweite von fünf Söhnen des jüdischen Tuchhändlers Hermann Kisch und seiner Frau Ernestine. Seinen zweiten Vornamen Erwin begann er erst später als sein literarisches Pseudonym zu verwenden. Die Familie wohnte in einem Renaissancehaus „Zu den zwei goldenen Bären“ in der Prager Melantrichgasse (tschechisch: Melantrichova); im Erdgeschoss des Hauses befand sich ihre Tuchhandlung. Seine ersten Schuljahre verbrachte Kisch in privaten Schulen, die sich in katholischen Klöstern befanden. 1891 lernte er in der Seidlschen Schule im Servitenkloster zu St. Michael, ab 1892 in der sogenannten Piaristenschule am Piaristenkloster. Ab 1895 besuchte er die Realschule – die kaiserlich-königliche Erste Deutsche Staatsschule in Prag in der Nikolandergasse, die im Volksmund als Nikolander-Schule bekannt war. Viele seiner Schulerfahrungen verwendete Kisch später in seinen Erzählungen und Reportagen. Dank des literaturbegeisterten Vaters, eines aktiven Mitglieds der „Concordia“, des „Vereins deutscher Schriftsteller und Künstler in Böhmen“, war Egon Kisch schon früh in persönlichen Kontakt mit bekannten Journalisten und Schriftstellern gekommen. Mit dem Journalisten Alfred Klaar sowie Gustav Meyrink, dem Schöpfer des Romans Der Golem, war Hermann Kisch eng befreundet.

Text: “Egon Erwin Kisch”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Egon Erwin Kisch

2 bücher