Autor
Élie Reclus
Französischer Ethnologe und Anarchist
- Geboren
- 16. Juni 1827, Sainte-Foy-la-Grande
- Gestorben
- 11. Februar 1904, Brüssel
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich und Belgien
- Beruf
- Ethnologe, Journalist, Schriftsteller und Geograph
- Strömung
- Pariser Kommune und Anarchismus
Leben und Werk
Élie Reclus, geboren als Jean-Pierre Michel Reclus (* 16. Juni 1827 in Sainte-Foy-la-Grande; † 11. Februar 1904 in Ixelles) war ein französischer Pastor, Journalist, Schriftsteller, Ethnologe und Anarchist während des Zweiten Kaiserreichs und der Dritten Republik.
Familie
Sein Vater Jacques Reclus (1796–1882) war Pfarrer (zunächst vom Staat bezahlt, dann unabhängig); er war auch einige Jahre Lehrer am protestantischen Collège in Sainte-Foy-la-Grande. Mit Zéline Trigant (1805–1887) hatte er vierzehn Kindern. Élies Brüder waren die Geographen Élisée Reclus (1830–1905), Onésime Reclus (1837–1916), Armand Reclus (1843–1927) und der Chirurg Paul Reclus (1847–1914). Er hatte sechs Schwestern, Loïs Reclus (1832–1917), die geographische Texte Armands übersetzte), Marie Reclus (1834–1918, Übersetzerin und Erzieherin ihres Bruders Paul), Zéline Reclus (1836–1911, Angestellte im Notariat eines Onkels), Louise Reclus (1839–1917, verheiratet mit Alfred Dumesnil und Herausgeberin der Werke von Alphonse de Lamartine), Noémi Reclus (1841–1915, Übersetzerin (unter anderem Leopold von Sacher-Masoch) und Ioana (oder Johanna) Reclus (1845–1937, Erzieherin der Nachkommen Élisées).
1856 heiratete er Noémi Reclus (1828–1905), eine Cousine. Mit ihr hatte er zwei Söhne, Paul Reclus (1858–1941), Ingenieur, Geograph und Anarchist und André Reclus (1861–1936), Landwirt in Algerien und später in Marokko.
Leben
Jacques Reclus wollte, dass sein ältester Sohn Élie Pastor wird, und ließ ihm eine sorgfältige Ausbildung zukommen. 1839 schickte er ihn auf ein protestantisches Gymnasium, das von der Herrnhuter Brüdergemeine in Neuwied am Rhein geleitet wurde. Dort schloss sich ihm 1843 sein Bruder Élisée an. Beide ertrugen die Feindseligkeit einiger ihrer Mitschüler nur schwer und entschieden sich 1844, nach Orthez zurückzukehren, wo ihre Eltern nun wohnten. Élie absolvierte seine Sekundarschulbildung am Collège in Orthez und anschließend am Collège in Sainte-Foy-la-Grande. Auch sein Studium der Theologie in Genf brach er vorzeitig ab.
Text: “Élie Reclus”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Élie Reclus
1 buch

