Porträt von Elise Polko
Foto: Fritz Kriehuber. · Wikimedia Commons

Autor

Elise Polko

Deutsche Dichterin und Sängerin

Geboren
31. Januar 1823, Schloss Wackerbarth
Gestorben
15. Mai 1899, München
Staatsangehörigkeit
Königreich Sachsen
Beruf
Sängerin, Romancière, Schriftstellerin, Dichterin und Komponistin

Leben und Werk

Emilie Charlotte Elise Polko (geb. Vogel; * 31. Januar 1823 auf Wackerbarths Ruh’ (Naundorfer Flur), heute zu Radebeul; † 15. Mai 1899 in München) war eine deutsche Dichterin und Sängerin.

Leben und Werk

Elise Vogel war das erste Kind des Rektors Carl Vogel und seiner Frau Amalie, der zusammen mit seinem Schwiegervater Carl Lang die 1816 in Wackerbarths Ruh’ eingerichtete Knabenerziehungsanstalt leitete. 1824 zog die Familie nach Krefeld, wo ihr Vater bis 1832 die Höhere Stadtschule (später Realgymnasium) leitete. Nach 1832 zog die Familie nach Leipzig. Dort erhielt sie neben einer sorgfältigen Erziehung auch Musikunterricht durch den Musikdirektor Christian August Pohlenz und den Gesangsprofessor Friedrich Böhme.

Ihr 1829 in Krefeld geborener Bruder Eduard Vogel, das fünfte Kind der Familie Vogel, wurde ein bekannter Astronom und Afrikaforscher und 1856 im Sultanat Wadei, östlich vom Tschadsee, auf Befehl des dortigen Herrschers hingerichtet. Der jüngste Bruder Hermann Carl Vogel (1841–1907) wurde Direktor des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam.

Elise Vogel gehörte zum Freundeskreis von Felix Mendelssohn Bartholdy; im Hause von Mendelssohns Schwester Fanny Hensel fand sie Aufnahme. Dieser Runde gehörten auch Jenny Lind, Wilhelmine Schröder-Devrient und Rahel Varnhagen von Ense an. Polkos Stimme und ihre Begabung weckten das Interesse Mendelssohns, welcher sie ebenso wie Livia Frege förderte. Auf Mendelssohns Rat ließ sie sich zur Sängerin (Mezzosopran) ausbilden. Ihren ersten öffentlichen Auftritt als Sängerin hatte sie am 18. Oktober 1845 im Leipziger Gewandhaus. Auch als Opernsängerin hat sie sich erfolgreich versucht; sie ging im Dezember 1847 nach Paris, um ihr Gesangsstudium bei Manuel Garcia zu vervollständigen. Ihr Plan, zur Bühne zu gehen, wurde durch veränderte Familienverhältnisse verhindert. Nach dem Ausbruch der Februarrevolution 1848 kehrte sie nach Leipzig zurück und trat am 24. Februar 1848 zum letzten Mal bei einem Abonnementskonzert im Leipziger Gewandhaus auf. 1849 verzichtete sie auf eine Bühnenlaufbahn als Sängerin und heiratete Eduard Polko, einen Eisenbahningenieur und späteren Eisenbahndirektor der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. Sie widmete sich von da an der Schriftstellerei.

Text: “Elise Polko”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Elise Polko

1 buch